Fricktal

In neuem Glanz: Trompetenmuseum in Schloss Schönau ist renoviert

Johannes Brenke (rechts) und Thomas Ays.

Johannes Brenke (rechts) und Thomas Ays.

Die Renovierung war der Schlusspunkt einer Neuausrichtung des Museums. Jetzt hofft der Museumsdirektor Johannes Brenke, dass das auch die Attraktivität steigert und die Besucherzahlen wieder steigen.

Musik- und Museumsdirektor Johannes Brenke strahlt: «Das hat sich gelohnt», freut er sich und führt stolz durch die renovierten Räume des Trompetenmuseums in Schloss Schönau in Bad Säckingen. Sechs Wochen lang blieb das Museum geschlossen, seit einigen Tagen ist es wieder geöffnet. Johannes Brenke und Thomas Ays, der Chef des städtischen Amts für Tourismus und Kultur, sparen nicht mit Lob für die Mitarbeiter des Bauhofs, die in den vergangenen Wochen sowohl das Trompetenmuseum im ersten Obergeschoss des Schlosses renoviert als auch das Treppenhaus frisch gestrichen haben.

Die Renovierung war auch der Schlusspunkt einer inhaltlichen und didaktischen Neuausrichtung des Museums, die vor etwa sechs Jahren begann. Dazu gehören neue ansprechende Vitrinen ebenso wie zeitgemässe Beschriftungen und auch der Einsatz von Medienterminals in zunächst zwei der insgesamt acht Räume des Museums. In einem der Räume lassen sich auch Videos abspielen. Aktuell wird dort der Wandel in der Trompetenherstellung von Handarbeit zu maschineller Fertigung gezeigt.

Brenke hat das Museum inhaltlich gegliedert und Themenschwerpunkte gesetzt. Das hat letztlich auch dazu geführt, die Sammlung etwas auszudünnen. Gezeigt werden noch knapp 150 Exponate, im Lager im Keller des Schlosses schlummern weitere 90 bis 100 Ausstellungsstücke. Die meisten Exponate sind in Besitz des Museums, doch gibt es auch Dauerleihgaben, beispielsweise des Landes Baden-Württemberg. Das älteste Exponat ist eine Naturtrompete in es aus dem Jahr 1664. Viel Raum ist dem Jazz gewidmet.

Klar, dass das Museum auch Scheffels Versepos «Der Trompeter von Säckingen» und der gleichnamigen Oper Platz einräumt. Zwei Vitrinen in einem Raum sind der Geschichte gewidmet, die den Namen Säckingen im 19. Jahrhundert weltweit bekannt gemacht hat. Was noch fehlt, ist der Verweis auf die 2016 neu gestalteten Scheffelräume im Erdgeschoss des Schlosses, die sich intensiv mit der Geschichte und dem ihr zugrundeliegenden wahren Kern beschäftigen.

Die Zahl der Besucher soll wieder steigen

Die Zahl der Besucher im Trompetenmuseum hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf jetzt etwa 2000 pro Jahr so gut wie halbiert. Brenke und Ays hoffen, dass die Neugestaltung auch die Attraktivität steigert und die Besucherzahlen langsam wieder steigen.

Das Trompetenmuseum ist eines von drei Museen im Schloss. Daneben gibt es noch die Scheffelräume im Erdgeschoss und das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Ober­geschoss. Das Trompetenmuseum hat von November bis März donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr und von April bis Oktober mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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