In Möhlin sitzt man in der ersten Reihe

Heute Dienstag rollt der grosse Fasnachtsumzug zum zweiten Mal durch das Dorf – eine Einstimmung.

Ingrid Arndt
Merken
Drucken
Teilen
Diä Provisorische: No Drama, Lama. Bestens gelaunt: die Herzköniginnen der «6,5 Wuuche». Direkt aus dem Hühnerstall: die Landeier. Nicht ganz freiwillig: Konfettibad mit den Bütte Häxe.
4 Bilder
Diä Provisorische: No Drama, Lama. Bestens gelaunt: die Herzköniginnen der «6,5 Wuuche». Direkt aus dem Hühnerstall: die Landeier. Nicht ganz freiwillig: Konfettibad mit den Bütte Häxe.
Diä Provisorische: No Drama, Lama. Bestens gelaunt: die Herzköniginnen der «6,5 Wuuche». Direkt aus dem Hühnerstall: die Landeier. Nicht ganz freiwillig: Konfettibad mit den Bütte Häxe.
Diä Provisorische: No Drama, Lama. Bestens gelaunt: die Herzköniginnen der «6,5 Wuuche». Direkt aus dem Hühnerstall: die Landeier. Nicht ganz freiwillig: Konfettibad mit den Bütte Häxe.

Diä Provisorische: No Drama, Lama. Bestens gelaunt: die Herzköniginnen der «6,5 Wuuche». Direkt aus dem Hühnerstall: die Landeier. Nicht ganz freiwillig: Konfettibad mit den Bütte Häxe.

Einen ganz speziellen, reizvollen Kontrast gaben optisch am Sonntag die farbenprächtigen Kostüme der Närrinnen und Narren im Umzug zum grauen, wolkenverhangenen Himmel in Möhlin. Es muss nicht immer Kaiserwetter sein, um maximalen Spass zu haben – und den hatten nicht nur die 52 aktiv teilnehmenden Cliquen, Fasnachtsvereine, Guggenmusikanten, Tawmbouren und die herausgeputzten Kinder, sondern auch die mehr als 2000 Zuschauer. Begeistert verfolgten sie das bunte Spektakel. Befreundete Vereine komplettierten dieses Event, so die Gugger aus Rünenberg, die «Krach-Schnygge» aus Basel oder die «Räblüüs» aus Obermupf sowie aus Deutschland die Wehrer Platzhirsche und die Rippolinger Wildsäu.

Diese Fasnacht war ausserdem eine ganz besondere: Die beiden organisierenden Vereine, die Fasnachtszunft Ryburg und die Meler Galgenvögel surften mit ihren Gästen und Freunden von einem Highlight zum nächsten. Am ersten Faisse konnte am Narrenbrunnen endlich wieder der Bürkligeischt begrüsst werden, die Proklamation wurde verkündet und die Neulinge im Verein legten nach drei Jahren Zugehörigkeit ihre Gesellenprüfung ab. Schlag auf Schlag folgten weitere Höhepunkte: das 54.internationale Narrentreffen mit Umzug durchs Dorf, Brauchtums­abend mit Fasnachtsparty, Kinderball sowie die beiden Umzüge am Sonntag und morgen Dienstag. Das Dorf war Gastgeber für 4000 Aktive und 20000 Zuschauer in dieser Zeit.

Das Fasnachtsmotto in diesem Jahr: «So goht’s it witer» – sehr sinnig festgehalten auf der Plakette. Jammernd beklagen sich da die Herren der Schöpfung über das aus den Fugen geratene, althergebrachte Frauenbild und wegen des Klimas stehen sie auch am Pranger, weil sie natürlich wie immer für einen Urlaubstrip das Flugzeug benutzen.

Mit lauten Böllerschüssen startete der traditionelle Fasnachtsumzug am Restaurant Schiff, angeführt vom Bürkligeischt und den Tambouren der Meler Galgenvögel. Quirlig bunt das herrliche Treiben, die Kleinsten tollten als Piraten, Indianer, Räuber und Saurier umher, die Mädchen liebten es eher als Prinzessinnen, Elfen oder putzige Biene Maja. Die «Bütte Häxe» hielten stets Ausschau nach eher unfreiwilligen Opfern, die sie ins Konfettibad tauchten, die Herren von SHG Amnesia in Balaari legten ein scharfes Männerballett hin, «Diä Provisorische» fanden, «No Drama, Lama». Zielgenau schossen die Konfettikanonen, Zirkus Knie war im Miniformat dabei, die Landfrauen verteilten freigiebig ihre Produkte, Vorsicht war geboten in der Gefahrenzone. Und immer wieder schräg und schön die Musiker der elf Guggenvereine und die Tambouren wie zum Beispiel die Caoten-Gugge als Hexen, die Ryburger Guggen oder die Pumperniggel aus Basel.