Laufenburg
In Laufenburg darf umgebaut und saniert werden

Die Laufenburger Ortsbürger genehmigen an ihrer Versammlung vom Montag zwei gewichtige Baukredite. So darf der Parterresaal umgebaut werden. Dad Mehrfamilienhauses im Eigen wird saniert.

Susanne Hörth
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Der Parterresaal im Gerichtsgebäude wird zu Büros. sh

Der Parterresaal im Gerichtsgebäude wird zu Büros. sh

«Teilweise tut einem das etwas weh. Vor allem wenn wir an all das denken, was hier abgelaufen ist», so der Laufenburger Stadtammann Rudolf Lüscher an der Versammlung der Ortsbürger zum Sachgeschäft Umbau des Parterresaals in Büros. Der Parterresaal im denkmalgeschützten Gerichtsgebäude wurde in der Vergangenheit für kulturelle Zwecke wie auch Versammlungen genutzt.

Auch die Ortsbürgerversammlung (von 590 Stimmberechtigten nahmen deren 47 teil) am Montagabend fand an diesem Ort statt. Lüscher appellierte gleich in seinem nächsten Satz zur Zustimmung des Kreditgeschäftes von 222000 Franken, denn «wir müssen dem Gericht die benötigten Räume zur Verfügung stellen. Es entstehen dadurch auch zusätzliche Mieteinnahmen.»

Die Umnutzung des Parterresaals zu Büroräumlichkeiten schafft dem Bezirksgericht Laufenburg mit Einbezug der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die zusätzlich benötigten Räumlichkeiten. Stadtrat und Bauverantwortlicher Carlo Alfano ergänzte, dass der Kanton als Gebäudemieterin statt wie bisher 94000 Franken künftig 124600 Franken pro Jahr bezahlen wird. Ohne Diskussion genehmigten die Anwesenden den Umbaukredit.

Den Mietern gekündigt

Mehr Stimmen, nicht ablehnender Art, sondern viel mehr zum umfassenden Wissen beitragend, wurden zum Kredit von 1,726 Millionen Franken für die Sanierung des Mehrfamilienhauses im Eigen laut. Das Gebäude mit sechs Wohnungen befindet sich im Besitz der Ortsbürger und verlangt nach einer umfassenden Sanierung. Ziel ist es, zeitgemässe Wohnungen herzurichten und das ganze Gebäude dem Minergie-Standard anzupassen.

Die Frage aus der Versammlung, wie viel die Fördergelder betragen, konnte von Behördenseite mit 62000 Franken beziffert werden. Carlo Alfano erklärte zudem, dass allen Mietern gekündet wird. Nach Fertigstellung der sanierten Wohnungen soll eine gute Durchmischung der Mieterschaft angestrebt werden. Der neue monatliche Mietzins wird in etwa mit 1600 Franken angegeben. Aus der Versammlung wurde gefragt, weshalb für viel Geld saniert, statt abgerissen und neu gebaut werde.

Ein Stockwerk mehr?

Laut Stadtrat wurde das auch bedacht. Das Gebäude im Eigen weise aber eine insgesamt gute Bausubstanz auf. Zudem sei ein Neubau wesentlich teurer. Wo hingegen Überlegungen betreffend eines Rückbaus mit anschliessendem Neubau gemacht werden, ist bei der Ortsbürgerliegenschaft in der Vogtsmatte. Das steht aber momentan nicht zur Diskussion, sondern war Teil der Bestandsaufnahme der gemeindeeigenen Liegenschaften.

Zurück auf die zur Diskussion stehende Sanierung des Gebäudes im Eigen wurde aus der Versammlung angeregt, zusätzlich ein Stockwerk aufzusetzen und zwei oder drei Wohnungen mehr zu schaffen. Carlo Alfano war sich nicht sicher, ob die Statik des Gebäudes das tragen würde. Rudolf Lüscher ergänzte, dass auch das Garagen- und Parkplatzangebot für mehr Wohnungen nicht genügen würde. Mit grossem Mehr wurde schliesslich der Sanierung für 1,72 Millionen Franken die Zustimmung erteilt.

Unter Verschiedenem orientierte Rudolf Lüscher, dass das Dach des alten Zeughauses undicht gewesen war und in einer Sofortmassnahme neu gedeckt werden musste.

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