Hellikon
In Hellikon bricht das erste Loch zusammen

Seit den Festtagen des vergangenen Jahres machen Erdlöcher der Gemeinde Hellikon zu schaffen. Wie sieht die Situation bei den Erdlöchern heute aus?

James Shutt
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Die seit den Festtagen des vergangenen Jahres entstandenen Krater in der Gemeinde Hellikon verursachten der 800-Seelen-Gemeinde bisher einiges Kopfzerbrechen. Als Ursache wurde ein unterirdisches Höhlensystem vermutet, diese Behauptung hat sich jedoch nicht bestätigt. Kathrin Hasler, Gemeindeammann von Hellikon, erklärt, dass es sich um einen Hangrutsch handelt, welcher durch unterirdische Verschiebungen entstanden ist. Dadurch haben sich die Löcher gebildet. Vermutlich handelt es sich bei den Kratern nicht um Dolinen. Diese trichterförmigen Absenkungen im Boden entstehen im Kalksteingebiet, wenn versickernder Regen oder Grundwasser das Gestein im Untergrund auflöst, worauf sich Hohlräume bilden können. Stürzen diese ein, entsteht an der Oberfläche eine Doline.

Massnahmen für die Zukunft

Eine interessante Frage ist, ob sich bisher weitere Krater gebildet haben. Kathrin Hasler antwortet darauf: «Bisher ist alles unverändert, es haben sich keine zusätzlichen Krater gebildet. Eines der Löcher ist jedoch am Zusammenbrechen.» Damit zeigt Kathrin Hasler auf, dass sie Löcher nach wie vor beobachtet werden.

Sind Massnahmen für die Zukunft getroffen worden? «Da sich seit langem nichts mehr verändert hat, werden keine offiziellen Messungen mehr durchgeführt», erklärt Kathrin Hasler. «Die Krater werden im nächsten Jahr aufgefüllt, wie wir das finanzieren sollen, ist jedoch eine andere Frage. Ich suche schon lange eine dafür zuständige Behörde beim Kanton. Die Kosten werden auf 40000 Franken geschätzt.»

Für die Sicherheit der Helliker und aller Besucher der Krater wird gesorgt. Umfälle gab es bisher noch keine, was der Absicherung des betroffenen Ackers zu verdanken ist. Zudem wird regelmässig nachgeschaut, ob sich etwas verändert hat.

Die Entstehung der Dolinen hatte überwiegend negative Folgen für die Gemeinde Hellikon. Darunter grosse Kosten für die Sicherheit der Bevölkerung und die Erforschung der Krater. Positive Auswirkungen brachte dieses Ereignis also keine? «Ich denke, es hat den Bekanntheitsgrad von Hellikon um einiges gesteigert. Man weiss nun, dass unsere Gemeinde existiert», schmunzelt Kathrin Hasler.