Expo14
In Frick tauchten über 25'000 Besucher in die Welt der Gewerbewelten ab

An der Gewerbeschau präsentierten sich die über 100 Aussteller in 23 Welten – den Besuchern gefiel es. Sie kamen in Strömen.

Thomas Wehrli
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Weiche Landung: Zwei Schwinger zeigen ihr Können.
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Ruhig Blut: Die Samariterinnen hatten alles im Griff.
Unter Strom: Ein Besucher stellt sein Geschick unter Beweis.
Eingetaucht: Die Besucherinnen und Besucher erwarteten an der Expo 14 in Frick 23 originell gestaltete Welten, in denen über 100 Aussteller ihre Produkte präsentierten. Fotos: Thomas Wehrli
Expo14 in Frick

Weiche Landung: Zwei Schwinger zeigen ihr Können.

Frick, am Sonntagnachmittag. An der Expo 14, der grössten Gewerbeausstellung im oberen Fricktal, herrscht Hochbetrieb. Dicht an dicht schlendern die Besucher durch die fünf Hallen. Hier wird angeregt diskutiert, dort nicht minder lebhaft degustiert. Hier wird gegessen, getrunken, geschwungen; dort wird gespielt, gestaunt, geschraubt, gebaut.

«Einfach super», bilanziert eine Besucherin und Joel, ein Dreikäsehoch in Latzhosen, bleibt mit offenem Mund stehen, als er die vielen weissen Plastikbänder vom «Himmel» hängen sieht. «Ohhh», meint er nur – und spurtet los, taucht ab, taucht ein in die «Innovation», eine der 23 Gewerbewelten an der Expo in Frick.

Die kühnen Fricktaler

Das Konzept, dass sich die gut 100 Aussteller nicht in Einzelständen präsentieren, sondern dass sie sich zu Welten zusammenschliessen, hat sich bewährt. Was 2011 als Testlauf begann, ist inzwischen zum Markenzeichen der Fricker Expo mutiert. Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, spricht von einer «kühnen Idee», die für andere Gewerbevereine Modellcharakter haben kann.

Das Weltenkonzept ist auch für OK-Präsidentin Franziska Bircher einer der Erfolgsfaktoren der Fricker Gewerbeschau. «Das Konzept hebt uns von anderen Ausstellungen ab. Es lohnt sich für die Besucher ebenso wie für die Aussteller.» Bircher weiss aber auch: Die «Win-win-Situation», wie sie das Weltenkonzept nennt, «bedeutet für die Aussteller einiges an Mehrarbeit».

Das bestätigen mehrere Aussteller gegenüber der az. «Der zeitliche und finanzielle Aufwand ist sicher nicht kleiner geworden», meint Markus Obrist, Geschäftsleiter von Tissa Marketing in Frick. Trotz Mehraufwand: Zurück zum alten Konzept möchte keiner der befragten Aussteller. Das Konzept sei eine «gute Sache», lobt Töni Obrist, Inhaber und Geschäftsführer der Vitamare Fitness GmbH. Er liess die letzte Expo, 2011, aus – auch, weil das Weltenkonzept damals neu und ungewohnt war. Ein Besuch überzeugte ihn.

Als Gewinn sehen auch Thomas und Lisebeth Stöckli von der gleichnamigen Gartenbau und Blumen AG das Konzept. Ihren grössten «Gewinn» konnten die beiden just am Expo-Samstag einfahren: ihren 40. Hochzeitstag.

Die Ausgabe 14, da stimmten alle Befragten mit Bircher überein, war «eine tolle Expo». Eine auch «ohne jegliche Zwischenfälle». Kritik gab es nur in einem Punkt: der Gastronomie. Das Angebot empfanden etliche Besucher für einen so grossen Anlass als eher klein. Das OK sei sich dessen bewusst, erklärt Bircher. «An der nächsten Expo ist der Gastroteil sicher noch ausbaubar.»

Für den «Ausbau» wird dannzumal Bernhard Stöckli besorgt sein. Er übernimmt von Bircher das OK-Präsidium. Auf die Frage, wie es sei, die letzte Expo als Präsidentin zu schliessen, meint Bircher lachend: «Es ist ein gutes Gefühl. Denn ich gebe die Expo auf einem guten Level ab.» Der grosse Besucherstrom – es kamen über 25'000 – sei «das schönste Dankeschön für die Arbeit». Und zudem: Gar so gross werden die Entzugserscheinungen nicht werden. Bircher übernimmt im Frühling von Christoph Vogel das Präsidium von Gewerbe Region Frick-Laufenburg – und ist damit von Amtes wegen dabei.