Frick

In einem Jahr 28000 Tonnen Material auf der Abfalldeponie gelagert

Die Deponie Seckenberg oberhalb von Frick wurde im Jahr 2012 gemäss dem gültigen Monitoringprogramm überwacht und unterhalten. – Foto: chr

Die Deponie Seckenberg oberhalb von Frick wurde im Jahr 2012 gemäss dem gültigen Monitoringprogramm überwacht und unterhalten. – Foto: chr

Die in den Gemeinden des Abfallverbandes im oberen Fricktal eingesammelte (Haus-)Kehrrichtmenge im Jahr 2012 belief sich auf etwa 6500 Tonnen. Das 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auf der 1981 eröffneten Regionaldeponie Seckenberg in Frick wurden im Jahr 2012 rund 28 000 Tonnen Material zur Deponierung angeliefert. Gegenüber dem Vorjahr wurden etwa 9200 Tonnen weniger Reaktormaterial eingelagert. Im Sommer wurde die angelieferte Schlacke entmetallisiert und dabei 1440 Tonnen Metall zurückgewonnen. Dies geht aus dem Geschäftsbericht 2012 des Gemeindeverbands Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) hervor, dem 27 Gemeinden in der Region mit rund 39 700 Einwohnern angehören.

161 Kilo Kehricht pro Einwohner

Wie dem Geschäftsbericht weiter entnommen werden kann, belief sich die in den GAOF-Gemeinden eingesammelte (Haus-)Kehrichtmenge im Jahr 2012 auf gut 6500 Tonnen, was einer Zunahme von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das heisst, im Durchschnitt waren das 161 Kilogramm Abfall pro Einwohner.

Die Deponie Seckenberg wurde im Jahr 2012 gemäss dem gültigen Monitoringprogramm überwacht und unterhalten. «Es ist kein Hinweis auf eine Instabilität im Dammbereich zu erkennen. Die Bedingungen zur Einleitung von Schmutzwasser in die Kanalisation sind erfüllt. Im Grundwasser ist keine Beeinflussung durch die Deponie feststellbar. Am Deponiefuss zeichnen sich nach 10 Probenahmen die Indizien für die Auswaschung des reparierten Leitungslecks im Jahr 2005 deutlich ab», heisst es im Geschäftsbericht.

Die gefasste Gasmenge blieb im Berichtsjahr stabil, und die Gasemissionen sind insgesamt rückläufig. Mithilfe der Fernüberwachung und der Nachregulierungen des Gasfassungssystems können der Gasfackelbetrieb stabilisiert und die Sicherheit auf der Deponie und den angrenzen-den Bauten gewährleistet werden. Das Monitoring und die Entmetallisierung der Rohschlacke wurden in diesem Jahr wie bisher weitergeführt. Der Wasserspiegel in der Deponie wird mit verstärktem Pumpenbetrieb tief gehalten.

Viel Geld für die Nachsorge

Das Verbandsjahr 2012 stand im Zeichen der Überarbeitung der Stiftungsurkunde der Stiftung Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (STIGAOF). Dies ist die Stiftung, welche die notwendigen Mittel verwaltet, die es braucht, um die Kosten der Nachsorge und allfälliger Störfälle abzudecken. Gemäss Verbandspräsident Daniel Suter, Gemeinderat in Frick, haben sich seit Februar 2011 der Vorstand und eine zu diesem Zweck gebildete Arbeitsgruppe des GAOF mit der Stiftungsurkunde intensiv auseinandergesetzt.

In der Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1997 fehlte aus begreiflichen Gründen die Höhe des zu äufnenden Stiftungskapitals, ein klar abgegrenzter Verwendungszweck sowie die Definition des Störfallrisikos und das Auslösen der Mittel. Sie wurde nun dem geltenden Recht angepasst. Nach diesem darf die Stiftungsurkunde nur durch den Stiftungsrat und nicht wie in der alten Fassung durch die Stifterin GAOF abgeändert werden. Deshalb hat sich auch eine Anpassung der Zusammensetzung des Stiftungsrates aufgedrängt. Das angepasste Vertragswerk ist seit dem 30. August 2012 rechtskräftig. Der gesamte Betrag (Einlage) in der Stiftung belief sich übrigens per 31. Dezember 2012 auf 11,295 Millionen Franken. (chr)

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