Der Dienstleistungssektor bietet in der Zähringerstadt Rheinfelden nach wie vor mit 689 Betrieben und 3865 Vollzeitarbeitsplätzen den Löwenanteil an der Beschäftigung (72,5 Prozent). Die 107 Betriebe im Sektor Industrie und Gewerbe stellen 1447 oder 27 Prozent der Arbeitsplätze. Die noch verbliebenen 7 Landwirtschaftsbetriebe bieten noch 19 Vollzeitstellen. «Die Verstädterung ist unverkennbar», merkte Stadtammann Franco Mazzi an der Frühjahrsversammlung des Gewerbevereins an.

Entsprechend der neuen Studie arbeiten in sogenannten Mikrounternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten in der Stadt 2045 Menschen (30 Prozent); in kleineren Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten sind es 1833 (27 Prozent). Die mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Arbeitsplätzen bieten 1511 (22 Prozent) Personen einen Verdienst. In den drei Rheinfelder Grossunternehmen arbeiten 1359 (20 Prozent) Leute. Unter dem Strich gibt es laut aktueller Statistik in Rheinfelden 5330 Vollzeitarbeitsplätze. Kommentar von Stadtammann Mazzi: «Eine schöne Verteilung auf die Betriebe.»

Die zweitgrösste Baustelle

Mit den grossen Projekten 2014, die total fast 210 Millionen Franken an Investition auslösen, beschäftigte sich Franco Mazzi am Treffen mit den GVR-Mitgliedern ebenfalls. Zunächst lenkte er den Blick auf den Salmen-Park, nach den Bauten für die chemische Industrie in Stein die grösste Baustelle im unteren Fricktal, wo die Fundamentarbeiten derzeit auf Hochtouren laufen. Der Gewerbeverein will übrigens seinen Mitgliedern diesen August die Möglichkeit eines Baustellenrundgangs bieten.

Dass auch im Weiherfeld Ost neuer Wohnraum entsteht, stellte der Stadtammann fest. Die Investitionssumme bezifferte er auf 32,5 Millionen Franken. Mit der Fertigstellung des neues Quartiers rechnete er bis 2015. Er sieht dann den «Lückenschluss» zum Augarten als vollendet an. Das Projekt Lindenallee mit einem Investitionsvolumen von rund 29 Millionen Franken auf dem einstigen Schlittelhang neben der Reha-Klinik bewertete er als positiv: «Verdichtete Bauformen finden grosse Akzeptanz in unserer Stadt.»

Den im Bau befindlichen Wärmeverbund Rheinfelden-Mitte erachtet der Stadtammann als zukunftsweisend. Dank einer Kreditgenehmigung über 3,4 Millionen Franken können im Zuge der Bauarbeiten etappenweise bis 2015 auch Wasser- und Abwasserleitungen sowie Strassenbereiche saniert werden. Als «architektonisch überzeugendes Projekt» erachtete Franco Mazzi die geplante Überbauung des Areals Zahnradfabrik/Garage Grell mit Wohnungen und Dienstleistungsbereichen.

Der Neugestaltung des Bahnhofbereichs mass er ausserdem hohe städtebauliche Bedeutung bei: «Hier gibt es Neubaupotenzial», sagte er und deutete auf den einstigen Güterschuppen und das Gelände des ehemaligen Furnierwerkes.