Der Wintereinbruch kam dieses Jahr im Fricktal früh und die Werkhofmitarbeiter der Gemeinden mussten schon ziemlich intensive Arbeitseinsätze leisten. Peter Stocker, Leiter des Werkhofs in Möhlin, kümmter sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern darum, dass die Strassen im Dorf frei von Schnee sind. Auf den Wintereinbruch war das Team jedoch gut vorbereitet: «Unser Winterdienst fängt jeweils Mitte November an. In den letzten Jahren hat die Schneemenge ganz klar zugenommen. Je mehr Schnee es hat, desto mehr Winterdienst müssen wir leisten», war von Peter Stocker zu erfahren. Seit dem Wintereinbruch hätten er und seine Leute bereits etwa 7 Einsätze in der Nacht gehabt. «Wenn viel Schnee auf den Strassen liegt, machen wir uns um etwa 3 Uhr morgens auf den Weg, um ihn von den Strassen zu räumen», sagte er. Obwohl die 18 Mitarbeiter im Werkhof hart arbeiten, gibt es immer wieder Reklamationen von unzufriedenen Leuten. «Das ist natürlich nicht sehr schön. Zum Glück gibt es auch Leute, die unsere Arbeit schätzen. Ab und an kommen Personen vorbei, die uns loben oder die uns sogar Kaffee und Kuchen bringen. Darüber freut man sich natürlich immer», stellte Peter Stocker fest.

Beim ersten Schneefall losgelegt

Auch der Werkhof in Frick sorgt im Winter für Sicherheit auf den Strassen. Werkmeister Georg Schmid erklärte auf Anfrage: «Wir stellen die Winterdienstgeräte, wie zum Beispiel die Salzstreuer, schon früh bereit, damit wir beim ersten Schnee schnell loslegen können und nicht zuerst noch alles hervorholen müssen.» Die sechs Angestellten im Werkhof hätten seit dem ersten Schnee am 2. Dezember insgesamt schon mehr als 120 Überstunden geleistet. Schon 10 Einsätze hätten die Arbeiter in der Nacht gehabt. «Unsere Fahrzeuge sind schon um 4 Uhr in der Frühe auf den Strassen unterwegs. Die Arbeiter ohne Fahrzeuge fangen etwa um 6 Uhr an. Wir hören erst mit dem Winterdienst auf, wenn alles fertig ist und wir zufrieden sind. Das dauert etwa bis mittags, kann aber auch schon mal länger gehen. Zum Glück haben wir noch zwei Landwirte, die uns immer wieder helfen», so Georg Schmid. Er erklärte weiter: «Reklamationen gibt es immer. Dieses Jahr haben uns aber weniger erreicht, als in der Vergangenheit. Natürlich ist der Winter noch jung, doch bis jetzt haben wir weniger Unzufriedene bemerkt.» Wohlwollende Stimmen aus der Bevölkerung bekäme der Werkhof aber auch. «Über ein Lob freut sich jeder von uns. Es ist immer schön, ein Lob zu hören und es stellt einen auch auf», so Werkmeister Schmid.

Auch in Herznach war der bisherige Winterdienst sehr gross und man kennt Lob und Tadel. Letzteres sogar mehr, weiss Patrick Brogle aus Erfahrung: «Der Winterdienst ist ein schwieriges Unterfangen. Es gibt immer Reklamationen, dass man zu früh oder zu spät oder gar nicht geräumt hat. Viele Bewohner sind sich dessen auch gar nicht bewusst, dass es Winter ist, und sie sind nicht bereit, auf irgendetwas zu verzichten. Man plant auch keine zusätzliche Zeit ein. So müssen jeder Weg und jede Strasse stets begeh- und befahrbar sein.» (az)