Magden

In den kommenden Jahren die Investitionen drosseln

Aufgrund des Gemeindeanteils an der Sanierung der Wintersingerstrasse budgetiert Magden für das kommende Jahr Nettoinvestitionen von gut 3,1 Millionen Franken. Ab 2019 sieht der Finanzplan dann deutlich tiefere Nettoinvestitionen vor. mf/Archiv

Aufgrund des Gemeindeanteils an der Sanierung der Wintersingerstrasse budgetiert Magden für das kommende Jahr Nettoinvestitionen von gut 3,1 Millionen Franken. Ab 2019 sieht der Finanzplan dann deutlich tiefere Nettoinvestitionen vor. mf/Archiv

An der Gemeindeversammlung müssen die Stimmbürger über die Erhöhung des Steuerfusses um drei Prozentpunkte sowie über drei Verpflichtungskredite abstimmen.

«Wir haben bereits einen tiefen Steuerfuss, eine Senkung können wir uns nicht leisten», sagte der Magdener Gemeindeammann André Schreyer anlässlich der Presseinformation zur bevorstehenden Gemeindeversammlung. Schreyer rechnete vor, warum Magden den Steuerfussabtausch von drei Prozentpunkten mit dem Kanton nicht vornehmen kann.

Die knapp 690 000 Franken, die Magden im kommenden Jahr mehr in den Finanzausgleich einzahlen muss als bisher, entsprechen laut Schreyer einer Mehrbelastung von 5,7 Steuerfussprozenten.

Zugleich werde das Gemeindebudget durch die Aufgabenverschiebung zum Kanton nicht um drei Steuerfussprozente entlastet, sondern um knapp eines. «Würden wir den Abtausch vornehmen, ergäbe sich für die Gemeinde eine Mehrbelastung von rund 580 000 Franken», so Schreyer, «dies entspricht rund 4,8 Steuerfussprozenten.»

Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, den Steuerfussabtausch nicht vorzunehmen, und beantragt einen gleichbleibenden Steuerfuss von 95 Prozent und damit de facto eine Steuerfusserhöhung um drei Prozentpunkte. «Damit verbleibt noch eine Mehrbelastung von 1,8 Steuerfussprozenten. Das kann die Gemeinde noch schlucken», so Schreyer.

Der Ammann kündigte an, dass gemäss Finanzplan für die kommenden Jahre die Investitionen gedrosselt werden. 2018 betragen die Nettoinvestitionen noch gut 3,1 Millionen Franken. Ein Grossteil davon entfällt auf die Sanierung der Wintersingerstrasse.

In den Folgejahren sind dann Investitionen zwischen einer und zwei Millionen Franken pro Jahr vorgesehen. «Wir werden nur noch dort investieren, wo es absolut notwendig ist», so Schreyer. Dies sei allerdings problemlos möglich, «da die Gemeinde in letzter Zeit bereits vieles auf Vordermann gebracht hat.»

Weiter hält er fest, dass Magden derzeit noch ein Nettovermögen ausweist und der Finanzplan bis 2027 maximal eine Nettoschuld pro Einwohner von 1200 Franken vorsieht. «Damit sind wir stets unterhalb der Hälfte des Grenzwerts des Kantons von 2500 Franken.»

Strasse rutscht ab

Gewisse Investitionen lassen sich aber dennoch nicht aufschieben – und so beantragt der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung drei Verpflichtungskredite. «Alle drei Projekte sind notwendig», so Schreyer. 490 000 Franken entfallen dabei auf Hochwasserschutzmassnahmen am Aspmetgraben.

«In letzter Zeit gab es dort mehrfach Hochwasser-Schäden», sagte Vizeammann Rudolf Hertrich. Nun soll mit einer Bachöffnung und einem Hochwasserkanal innerhalb der Strasse Abhilfe geschaffen werden.

Ziel ist es, dass mit Massnahmen der Bereich Kreuzweg, Wintersingerstrasse und Bachweg von der Gefahrenkarte Hochwasser entfernt werden kann. Laut Hertrich erhält Magden für die Hochwasserschutzmassnahmen Beiträge von der Aargauischen Gebäudeversicherung (rund fünf Prozent) und vom Mobiliar Hochwasserfonds (150 000 Franken).

620 000 Franken beantragt der Gemeinderat für die Strasseninstandstellung Bölzli und den Ersatz der Wasserleitung. Im hangseitigen Kurvenbereich rutsche die Strasse ab, so Hertrich. Es gebe bereits tiefe Risse im Belag und an der alten Wasserleitung sei es mehrfach zu Rohrbrüchen gekommen. Der Kredit beinhaltet auch die Sanierung des Fusswegs zwischen Bölzli und Weingartenweg.

Mit knapp 450 000 Franken soll zudem der Kugelfang der Schiessanlage Salzacker saniert werden. Auch hier rechnet die Gemeinde mit Zuschüssen von Kanton und Bund. Letztere würden nicht mehr ewig gewährt, so Schreyer. Dies sei mit ein Grund, die Sanierung jetzt in Angriff zu nehmen.

Gemeindeversammlung: Freitag, 8. Dezember, 20 Uhr, Gemeindesaal

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