Gipf-Oberfrick
Impuls für gemeinschaftlich betriebene Solarstrom-Anlagen

Solarstrom-Anlagen auf Wohnhäusern, Industriehallen, Schulgebäuden und anderen Orten sind mittlerweile courant normal. Noch wenig verbreitet sind im Fricktal gemeinschaftlich betriebene und finanzierte Solarstrom-Anlagen.

Walter Christen
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Solarstrom-Anlagen gewinnen in Zukunft noch an Bedeutung, wie an einer Informationsveranstaltung in Gipf-Oberfrick erwähnt wurde. – Foto: chr

Solarstrom-Anlagen gewinnen in Zukunft noch an Bedeutung, wie an einer Informationsveranstaltung in Gipf-Oberfrick erwähnt wurde. – Foto: chr

In Gipf-Oberfrick gab es an einer Informationsveranstaltung für Behörden (Gemeinderäte, Energiekommissionen) und die interessierte Öffentlichkeit neue Impulse für gemeinschaftlich betriebene und finanzierte Solarstrom-Anlagen. An dem von den Energiekommissionen Gipf-Oberfrick und Wittnau organisierten Anlass im Mehrzweckraum des Oberstufenschulhauses beteiligten sich rund 30 Personen.

Verschiedene Modelle vorgestellt

Fünf Referenten aus der Nordwestschweiz stellten verschiedene Modelle vor und diskutierten gemeinsam über deren Vor- und Nachteile. Interessant war die Skizzierung von finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten an gemeinschaftlichen Photovoltaikanlagen in den Gemeinden.

Nach seiner Begrüssung ging der Gipf-Oberfricker Gemeinderat Jos Bovens, zugleich Präsident der örtlichen Energiekommission, auf die Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung an gemeinschaftlich betriebenen Anlagen mit Photovoltaik (PV) in der Gemeinde ein. Gipf-Oberfrick hat bereits entsprechende Erfahrung und betreibt eine PV-Anlage auf dem Dach des Bauamts/Forstwerkhofs.

Auf grosses Interesse stiessen ebenfalls die Ausführungen der weiteren Referenten, die sich intensiv mit der Solartechnik befassen. Allen voran Hugo Sacher aus Stein, Präsident der dortigen Energiekommission. Wie er ausführte, ging es bei der Planung der PV-Anlage bei der gegenwärtig entstehenden Überbauung Rheinfels unter anderem darum, den Interessenten die Idee zum Verrechnungsmodell aufzuzeigen.

Weiter führte Hugo Sacher aus, dass die KEV-Anmeldung in den nächsten Tagen erfolge, wie die Bauherrschaft – das sind die Gemeinde und die Wohnbaugenossenschaft – beschlossen hätten. Bei der KEV handelt es sich um die Kostendeckende Einspeisevergütung, ein Instrument des Bundes, welches zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird. Die KEV deckt die Differenz zwischen Produktion und Marktpreis und garantiert den Produzentinnen und Produzenten von erneuerbarem Strom einen Preis, der ihren Produktionskosten entspricht. Gespeist wird der KEV-Fonds von allen Stromkonsumentinnen und -konsumenten, die pro verbrauchte Kilowattstunde eine Abgabe bezahlen.

Anschliessend leitete die Energieberaterin Regula Bachmann, Grossrätin aus Magden, das Podium mit allen Referenten. Energieberatung Aargau und Jurapark Aargau offerierten einen Apéro.