Kommentar

Immerhin zwei Aufreger im unteren Fricktal

Nadine Böni
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Die grosse Überraschung blieb zwar aus – zwei kleinere Aufreger hat dieser Wahlsonntag dem unteren Fricktal aber gebracht. Da ist zum einen die Abwahl von Werner Erni. Natürlich ist es schwer, dafür einen Grund zu nennen. Mitgespielt haben könnten die Diskussionen um die Mittelschule und die Testplanung in Möhlin. Erni hatte sich da in den letzten Wochen exponiert – möglich, dass ihn das nun Stimmen gekostet hat.

Da ist zum anderen der Vormarsch Beat Käsers von FDP-Listenplatz Acht in den Grossen Rat. Ein Resultat, das zeigt: Macher und Chrampfer – beides ist Käser ohne Zweifel – haben im Fricktal gute Karten. Er wird sich, auch hier besteht kein Zweifel, ennet der Staffelegg nahtlos in die Allianz der Fricktaler Grossräte einreihen und sich für die Belange der Region stark machen. Und er erhält die Chance, sich für ein Thema einzusetzen, das «seine» Gemeinde besonders betrifft: die Zukunft des Sisslerfelds.

Als Gewinner stehen auch die Grünen da, mit einem satten Plus von 3,6 Prozent. Damit kommt es zum grossen Zusammenrücken hinter den deutlichen Spitzenreitern SVP und SP. Spannend zu beobachten wird sein, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt – und an welchen Parteien die Grünen auf ihrer Welle eventuell vorbeisurfen können.

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Nadine Böni

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