Magden

Im Zentrum verdichten — Gemeinderat hat neue Parkplätze im Visier

In der Gemeinde Magden steht die Gemeindeversammlung bevor. (Archiv)

In der Gemeinde Magden steht die Gemeindeversammlung bevor. (Archiv)

Der Gemeinderat von Magden möchte ein Bauprojekt vorantreiben und Parkplätze anschaffen.

Bauland ist in Magden bekanntermassen Mangelware. Das führt sogar so weit, dass die Bevölkerungszahl in der Gemeinde seit mehreren Jahren stagniert oder sogar leicht sinkt. Auch im vergangenen Jahr: Hatte Magden Ende 2016 noch 3930 Einwohner, waren es ein Jahr später 3926 Einwohner. Der Gemeinderat ist daher bestrebt, im Dorf Projekte mit verdichteter Bauweise voranzutreiben. Ein Projekt könnte in den kommenden Jahren im Zentrum von Magden an der Ecke Juchstrasse/ Riedweg entstehen.

Wie es in der Botschaft zur anstehenden Gemeindeversammlung vom 15. Juni heisst, sollen die Parzellen 565 und 570 zu diesem Zweck dereinst an die «Swiss Architektur und Project AG» mit Sitz in Pratteln (BL) verkauft werden. Der Gemeinderat beantragt, einen entsprechenden Kaufrechtsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen zu bewilligen.

Kauf für Weiterverkauf

Die Parzelle 565 ist bereits im Besitz der Einwohnergemeinde. Hier steht derzeit noch der Werkhof des Bauamts. Dieser soll aber dereinst beim Forstwerkhof angesiedelt werden. Das bisherige Bauamtsgebäude an der Juchstrasse würde nach dem Umzug nicht mehr benötigt.

Die angrenzende Parzelle 570 gehört einem privaten Grundeigentümer. Dieser hat das freie Areal der «Swiss Architektur und Project AG» zum Kauf versprochen. Die Gemeinde möchte diese Parzelle nun kaufen und später – als Gesamtpaket mit der Parzelle 565 – an das Architekturbüro weiterverkaufen. Beide Geschäfte würden mit einem Quadratmeterpreis von 1106 Franken abgewickelt. Die Gemeinde müsste also zunächst beim Kauf 625'000 Franken bezahlen, nähme beim Verkauf aber auch 1,77 Millionen Franken ein.

Diese Vorgehensweise bringt der Gemeinde den Vorteil, dass sie sich zunächst um den Umzug des Werkhofs zum Forstwerkhof kümmern kann. Das Kaufrecht kann gemäss Botschaft nämlich erst ausgeübt werden, wenn eine rechtskräftige Baubewilligung für den Umbau des Forstwerkhofs vorliegt und die Gemeinde das Bauamtsgebäude nicht mehr braucht. Bis dahin dürfte allerdings noch «einige Zeit verstreichen», wie es in der Botschaft heisst.

Höhere Ausnutzung erlaubt

Aus Sicht der Gemeinde einen weiteren Vorteil bringt die Grösse des Landstücks. Die Parzelle 565 misst 785 Quadratmeter, die private Parzelle 814 Quadratmeter – zusammen sind es also 1599 Quadratmeter. Das ist baurechtlich entscheidend. Eine Überbauung der beiden Parzellen sei «wünschenswert, zumal für Grundstücke ab 1000 Quadratmetern eine höhere Ausnutzung im Rahmen der Bebauung zulässig ist», heisst es in der Botschaft dazu. Und: «Der Gemeinderat ist an einer verdichteten Bauweise interessiert.»

Ebenso ist er an der Möglichkeit interessiert, in Zentrumsnähe zusätzliche Parkplätze schaffen zu können. Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe des Gemeindesaals, der Gemeindeverwaltung und der Turnhalle. Vorgesehen ist, dass eine grössere Überbauung mit Tiefgarage entsteht. Die Gemeinde plant, zehn Parkplätze in der Garage im Miteigentum oder im Benützungsrecht zu übernehmen.

Gemeindeversammlung Magden: Freitag, 15. Juni, 20 Uhr im Gemeindesaal

Meistgesehen

Artboard 1