Schupfart

Im Restaurant «Schwert» bleibt die Küche kalt

Bis Mitte August befindet sich die Verwaltung Schupfart im ehemaligen Restaurant Schwert. Archiv

Bis Mitte August befindet sich die Verwaltung Schupfart im ehemaligen Restaurant Schwert. Archiv

Die Suche nach einem Wirt verlief beim Restaurant Schwert bisher erfolglos. Nun wird das Restaurant zum Verkauf angeboten.

Das letzte Cordon bleu brutzelte vor rund einem Jahr auf dem Herd des Landgasthofes Schwert in Schupfart. Seitdem wird ein neuer Pächter für das Restaurant gesucht.«Nachdem der letzte Pächter Ende März 2015 dichtgemacht hat, haben über 20 Wirte ihr Interesse bekundet. Keiner konnte uns jedoch überzeugen», sagt Pius Beck, Vorstandsmitglied der Schwert-Bühlmatt-Genossenschaft.

So stellte der Genossenschaftsvorstand an der Generalversammlung vom Dienstag zur Zukunft des Restaurants folgenden Vorschlag in den Raum: «Der Landgasthof Schwert soll inklusive Wirtswohnung und Gästezimmern verkauft werden.»

«Schwert» wird inseriert

Nach reger Diskussion befand eine grosse Mehrheit der 49 anwesenden Genossenschaftsmitglieder, dass ein Verkauf der Liegenschaft eine neue Option für die gastronomische Nutzung darstellen könne.

Der Vorstand beschloss daraufhin, die Suche nach einem Wirt auf zwei Schienen voranzutreiben: Vermietung oder Verkauf. «Wir werden an der nächsten Vorstandssitzung diese Idee durchsprechen und dann die Liegenschaft inserieren», sagt Beck.

Klar war für die Versammlungsteilnehmer, dass eine Umnutzung des Restaurants in Wohnräume keine Alternative darstelle: «In Schupfart sollte es so schnell wie möglich wieder ein Restaurant geben, und dies so lang wie möglich», lautete der Tenor.

Die Gründe für die erfolglose Wirtssuche sind vielseitig. So habe es entweder an den mangelnden finanziellen Ressourcen der Interessenten gehapert, oder es habe an der gastronomischen Kompetenz und an einem überzeugenden Konzept gefehlt. «Nur wenn das Gesamtpaket stimmt, kann das ‹Schwert› erfolgreich betrieben werden», weiss Beck.

Wirtepaar als Idealfall

«Der Idealfall wäre, wenn ein Wirtepaar das ‹Schwert› übernehmen würde», sagt Beck und begründet, dass so die Kosten für die Anstellung eines Koches gespart werden könnten. «Wir hatten auch eine Anfrage von einem Wirtepaar. Aber das Gesamtpaket hat einfach nicht gestimmt», sagt Beck.

Klar sei auch, dass sich der Gastrobetrieb im «Schwert» nicht nur durch Gäste aus Schupfart über Wasser halten könne, deswegen «brauchen wir einen Wirt, der mit Leib und Seele Gastgeber ist», erklärt Beck. Denn nur so sei es möglich, dass die Gäste wieder einkehrten und für genügend Umsatz sorgten.

Die kulinarische Ausrichtung der Küche sei dagegen zweitrangig: «Es geht im Grundsatz darum, dass der Gastrobetrieb funktioniert. Alles andere ist dem unterzuordnen», sagt Beck.

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