Frick

Im Gebiet Blaie sind rund 14'000 ­Quadratmeter an Wohnraum geplant

Zeigen den Gestaltungsplan: Ammann Daniel Suter, Gutachter Philipp Husistein und Raumplaner Balthasar Marx-Schiegg (v.l.).

Zeigen den Gestaltungsplan: Ammann Daniel Suter, Gutachter Philipp Husistein und Raumplaner Balthasar Marx-Schiegg (v.l.).

Der Fricker Gemeinderat diskutierte mit der Bevölkerung über den Gestaltungsplan Blaie.

Der Fricker Gemeindeammann Daniel Suter begrüsste am Dienstagabend rund 35 Interessierte. Diese hatten sich im Mehrzweckgebäude Racht zu einer Informationsveranstaltung zum Gestaltungsplan des Gebiets Blaie eingefunden. Dieses liegt an der Schulstrasse gegenüber dem Oberstufenzentrum Ebnet und reicht bis zur Dammstrasse und dem Bruggbach. Der grösste Teil des Gebiets ist unbebaut.

Seit der ersten Mitwirkung und kantonalen Vorprüfung Anfang 2018 haben Verwaltung, Planungsbüros und Eigentümer den Gestaltungsplan Blaie gemeinsam überarbeitet. «Dem Gemeinderat ist die Sicherstellung einer hohen Qualität der späteren Bebauungen wichtig», so Suter. «Der Gemeinderat ist von der Planung überzeugt.»

Acht Baukörper mit 100 bis 120 Wohneinheiten

Die Rahmenbedingungen für den Gestaltungsplan ermöglichten ein Mischgebiet mit Wohnen und Arbeiten, führte Raumplaner Balthasar Marx vom Planungsbüro Ecoptima aus Bern aus. Östlich des Blaiewegs gruppieren sich acht Baukörper mit 100 bis 120 Wohneinheiten um einen gemeinschaftlichen Hof.

Der ehemalige Abbaustandort fällt von der Schulstrasse zum Bach hin ab, sodass bei den tieferliegenden Gebäuden ein zusätzliches viertes Vollgeschoss mit Attika geplant ist, was einem Nutzungsbonus von 25 Prozent entspricht. Entlang der Schulstrasse sind nur zwei- und dreigeschossige Gebäude mit Attika vorgesehen. Östlich des Blaiewegs sollen 16380 Quadratmeter anrechenbare Geschossfläche entstehen, davon 14'040 Quadratmeter für Wohnen, so Marx. Westlich des Blaiewegs bleibt Gewerbe angesiedelt.

Viel Grün prägt die Planung um die Häuser. Entlang von Hang und Bach soll das Grün naturbelassen bleiben. Ein öffentliches Wegenetz um die Bebauung sowie ein internes Wegenetz über den Hof erschliessen das Gebiet für Velofahrer und Fussgänger.

Siedlungs- und landschaftsgestalterisch besseres Ergebnis

Für den motorisierten Verkehr wird das Gebiet über den Blaieweg erschlossen, an dem Parkplätze für Gewerbe und Besucher untergebracht werden und die Einfahrt in eine unterirdische Einstellhalle liegt. Der zu erwartenden Lärmbelastung durch die Schulstrasse und die Bahn wird mit baulichen Massnahmen begegnet. Marx versicherte, dass auch der Hochwasserschutz sichergestellt sei.

Bei Abweichungen vom allgemeinen Nutzungsplan muss ein siedlungs- und landschaftsgestalterisch besseres Ergebnis erzielt werden. Für ein Fachgutachten hat der Gemeinderat Fachgutachter Philipp Husistein aus Aarau beauftragt.

Husistein befand, dass die Planungen ein siedlungs- und landschaftsgestalterisch besseres Ergebnis ermöglichen, da mit den Abweichungen von der Grundordnung auch Verschärfungen beim Gestaltungsplan zur Qualitätssicherung des Projekts einhergehen, wie etwa die Anordnung der Geschosse und das Anlegen gemeinschaftlicher Anlagen.

Gebäude niedriger als die Schule

Breiten Raum in der Diskussion nahm die Verkehrsbelastung ein, die durch das neue Gebiet insbesondere auf der Schulstrasse noch zunehme. Suter verwies auf die für Pendler vorteilhafte Nähe des Gebiets zum Bahnhof. Die Verkehrsproblematik werde von der Verwaltung mit dem Kommunalen Gesamtplan Verkehr angegangen. Marx meinte, dass die Verkehrsproblematik in Frick nicht aus dem Projekt heraus gelöst werden könne.

Auf die Gebäudehöhe an der Schulstrasse angesprochen, versicherte Marx, dass die Gebäude niedriger als die Schule seien. Eine Anwohnerin erkundigte sich nach einem öffentlichen Zugang zum Bruggbach. Dieser ist nicht mehr angedacht.

Die Unterlagen mit Planungsbericht und Fachgutachten zur Überarbeitung des Gestaltungsplans Blaie liegen bis 17. Februar öffentlich auf.

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