Die Spitex Fricktal AG mit der Geschäftsstelle in Stein soll am 1. Januar 2014 den Betrieb aufnehmen. An diesem grossen Regionalisierungsprojekt der spitalexternen Krankenpflege beteiligen sich 25 Gemeinden: 13 aus dem Bezirk Rheinfelden, 7 aus dem Bezirk Laufenburg, 3 aus dem Bezirk Brugg und je eine aus dem Bezirk Aarau und aus dem benachbarten Kanton Baselland.

Das Aktienkapital von einer halben Million Franken soll nach Massgabe der Einwohnerzahlen auf die Gemeinden verteilt werden. Als letzte Gemeindeversammlung hat Rheinfelden dem Beitritt zur Spitex Fricktal AG zugestimmt. Die SP sprach von seltener Einmütigkeit mit der SVP. Alle waren sich einig, dass die Spitex Fricktal AG eine gute, eine unverzichtbare Einrichtung sein werde.

«Wir sind in der Pflicht», sagte Stadtammann Franco Mazzi, der festhielt, dass sich der Anteil der Wohnbevölkerung im Alter über 65 Jahre bis 2030 verdreifachen wird. «Wir wollen deshalb eine führende Rolle übernehmen. Die Planung der bedarfsgerechten Langzeitpflege und Betreuung im Alter ist von zentraler Bedeutung und sie kann nur im regionalen Kontext gelöst werden». Mazzi machte deutlich: «Grundsätzlich wollen doch alle möglichst gesund und möglichst lange zu Hause bleiben können».

Auch aus diesem Grund setzt die Spitex Fricktal AG auf «ambulant vor stationär». Dies soll der bis in 20 Jahren prognostizierte Pflegebettenbedarf im Fricktal abschwächen: rund 500 zusätzliche Betten sollen bis 2030 nötig sein. «Dank der Spitex Fricktal AG können wir das abfedern», so der Rheinfelder Stadtammann, «es ist durchaus realistisch, dass 170 dieser Betten und damit 51 Millionen Franken eingespart werden können.»

Die Spitex Fricktal AG, welche grosse Kundennähe durch die Beibehaltung der bereits bestehenden dezentralen Stützpunkte garantieren möchte, wird mit rund 100 Vollzeitstellen, welche auf insgesamt 200 bis 300 Personen verteilt sein werden, eine attraktive Arbeitgeberin und eine Ausbildungsstätte sein. Sie wird bei einem Jahresumsatz von 6 Millionen Franken hochwertige Dienstleistungen in Pflege und Hauswirtschaft sicherstellen.