Helliker Löcher

Im Fricktal kann endlich in 20 Meter tiefe Löcher geschaut werden

Vom Erdboden verschluckt

Vom Erdboden verschluckt

Die mysteriösen Erdlöcher von Hellikon geben weiter zu reden. Nach dem Landkauf durch Pro Natura können Touristen die Löcher nun bestaunen.

Sie sind Sensation und Touristenattraktion zugleich. Die mysteriösen Erdlöcher von Hellikon. Bisher konnte man nicht richtig in die Löcher schauen. Das hat sich seit Dienstag geändert: Möglich macht es der neu gebaute Aussichtsturm.

Die Helliker Löcher sind seit sieben Jahren ein Ausflugsziel in Hellikon. Doch bisher konnte man wegen der Absperrung nicht bis ganz an den Grund der fast bis zu 20 Meter tiefen Löcher schauen. Nun ist dies möglich: Pro Natura Aargau hat am Dienstag ein Aussichtsturm gebaut.

«Die Helliker Löcher ermöglichen, Geologie direkt zu erleben», sagt Florin Ruschmann, der zuständige Projektleiter von Pro Natura Aargau. «Man sieht, es bewegt sich etwas im Untergrund.» 

Das Naturschauspiel entstand 2009 wie aus dem Nichts. Damals untersuchten Geologen die Löcher und kamen auf folgenden Schluss: Es könnten weitere solche Löcher in der Umgebung entstehen. Denn: Die Wiese befindet sich im sogenannten Karstgebiet, wo es unter der Erdoberfläche Gipsschichten hat.

«Wenn diese nass werden, lösen sie sich auf», erläutert Ernst Schlienger, Gemeinderat Hellikon. «Unterirdisch wird der Gips dann weggeschwemmt, bis es letztlich zum Einbruch kommt.»

Der neue Aussichtsturm bleibt jetzt vier Monate bei den Helliker Löchern, nachher soll er bei weiteren Naturschauspielen im Aargau eingesetzt werden.

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