In Gipf-Oberfrick hat die Raiffeisenbank Regio Frick die Baubewilligung für eine Ladestation für Elektroautos bereits erhalten. Die Station wird am 21. Mai in Betrieb genommen. Auch beim neuen Dienstleistungszentrum beim Volg Sisseln soll eine Ladestation entstehen (die az berichtete). Und in Frick ist laut dem Vorsitzenden der Bankleitung, Marc Jäger, ebenfalls eine geplant. Sie wird im Rahmen des Umbaus beim Raiffeisenhaus eingerichtet.

«Nachhaltigkeit ist bei uns ein wichtiges Thema», so Jäger. Die Bankberater sind seit einiger Zeit mit zwei Elektroautos im Fricktal unterwegs –  und nun erweitert die Bank ihr Engagement. «Bis auf weiteres kann jedermann sein Elektroauto kostenlos laden», so Jäger weiter. Eine vollständige Ladung dauere bis zu fünf Stunden, so Jäger, «dafür sind die Ladestationen aber nicht unbedingt gedacht.» Wer das Auto aber während eines Bankbesuchs für eine Viertelstunde anschliesse, erhöhe die Reichweite um rund 20 Kilometer.

Die Raiffeisenbank ist nicht das erste Unternehmen, das im Fricktal auf elektrische Mobilität setzt. Die Swissgrid hat in Frick und Laufenburg seit einem Jahr je eine Ladestation installiert. Diese sind allerdings für die Mitarbeitenden gedacht. Und beim Parkresort in Rheinfelden sind zwei gebührenpflichtige Parkplätze mit Steckdosen ausgerüstet. Ebenfalls öffentlich ist die Ladestation, welche die Energiedienst Holding AG seit Ende 2014 in Laufenburg betreibt. «Elektromobilität liegt nahe an unserem Kernthema», erklärt Mediensprecherin Anke Roggenkamp, «und sie ist der Markt der Zukunft.» Tatsächlich zeigen die Zahlen des Bundesamtes für Statistik einen Boom in Sachen Elektroautos. Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz über 3000 neue Autos mit rein elektrischem Antrieb eingelöst.

Car-Sharing in Laufenburg

Im Unterschied zu den geplanten Anlagen der Raiffeisenbank ist das Stromtanken bei Energiedienst nicht gratis. «Derzeit werden pauschal 3.30 Euro pro Ladung verrechnet», so Roggenkamp. Demnächst soll aber ein verbrauchsorientiertes System eingeführt werden. Auch weitere Anlagen in der Region sind geplant, dies obwohl laut Anke Roggenkamp das Angebot «noch sehr selten genutzt wird».

Bei der Energiedienst-Säule in Laufenburg kann man zudem nicht nur das eigene Auto tanken, sie wird auch von einem öffentlich zugänglichen Car-Sharing-Fahrzeug von «my-e-car» genutzt. Personen ohne eigenes Auto können dieses gegen Entgelt stundenweise nutzen.