Mumpf
Im alten Dreschschopf heisst es: «Weisch no?»

17 Senioren haben mit viel persönlichem Engagement und 15000 Franken der Gemeinde das Dorfmuseum aufgebaut, in dem das Leben in der Gemeinde eindrücklich dokumentiert wird. Zum grossen Einweihungsfest erschienen 150 Personen.

Walter Christen
Merken
Drucken
Teilen
Gespräche über früher in der Ausstellung
24 Bilder
Gerhard Trottmann von der Museumsgruppe
Links ist eine alte Brennerei zu sehen
Gemeindeammann Jürg Müller bei der Begrüssung der Bevölkerung vor dem Dorfmuseum
Hier werden Erinnerungen an alte Zeiten wach
Paul Güntert bläst zur Begrüssung auf seinem Horn
Erinnerung an Krisen-, Kriegs-, und Soldatenzeiten
Feuerlöschgeräte von anno dazumal
Eine Nachrichtenecke im Mumpfer Dorfmuseum mit altem Radio und Zeitungen
Blick in den oberen Ausstellungsraum des Mumpfer Dorfmuseums
Beat Kägi trägt das Museumsgedicht vor
Die Erklärungen auf den Schautafeln werden gelesen
Der Totenwagen ist im Dorfmuseum ausgestellt
Das Hab und Gut einer Auswandererfamilie befindet sich in dieser Kiste
Alles wird genau betrachtet
Dem Thema Jagd und Fischerei ist im Mumpfer Dorfmuseum auch ein Platz gewidmet
Alte Utensilien aus Haus und Hof
Die Besucherinnen und Besucher der Eröffnungsfeier vor dem Dorfmuseum in Mumpf
Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sind fasziniert von einem alten Vereinsbild
In Mumpf gibt es nun ein Dorfmuseum
Das alte Dorfwappen wird am Museum befestigt
Alte Handwerkergerätschaften im Mumpfer Dorfmuseum
Das Ausstellungsgut interessiert die Besucherinnen
Alte Küche samt Einrichtungsgegenständen

Gespräche über früher in der Ausstellung

Walter Christen

Der alte Mumpfer Dreschschopf, der an der Strasse nach Obermumpf steht, ist in ein Museum verwandelt worden. Eine Gruppe von 17 unermüdlichen Senioren hat den zuletzt noch als Lagerschuppen verwendeten Schopf gründlich saniert und das alles freiwillig in mehrjähriger Fronarbeit. Der Gruppe, die an der Entstehung des Museums beteiligt war, gehören an: Reinhold Bai, Vinzenz Berger, Konrad Güntert, Paul Güntert, Peter Gut, Felix Hänggi, Edgar Hofer, Beat Kägi, Emil Kalt, Peter Kaufmann, Urs Kaufmann, Emilio Marrono, Stefan Müller, Gerhard Trottmann, Robert Tschudi, Martin Wunderlin und Hans Zingg. Beratung und Mitarbeit: Jürg Müller und Reto Hofer.

Ausstellung auf zwei Etagen

Gerhard Trottmann hielt an der Einweihung des Museums, zu der rund 150 Einwohnerinnen und Einwohner gekommen waren, fest: «Mit einem Gemeindebeitrag von 15000 Franken und viel persönlichem Einsatz aller Beteiligten ist das Werk gelungen.» Er dankte den Spenderinnen und Spendern von Exponaten, wodurch es möglich wurde, auf zwei Etagen eine Ausstellung zusammenzustellen, die verschiedene Epochen aus der Mumpfer Geschichte auf eindrückliche Art und Weise dokumentieren.

Das Museum bietet die Möglichkeit, anschaulich die Wurzeln des Dorfes kennen zu lernen. Es ist eine Brücke für eine Reise in die Vergangenheit, zu früheren Lebensweisen und auch zum Respekt vor dem, was von den Vorfahren geschaffen worden ist. Zu sehen sind etwa die Handdruck-Feuerspritze, der Totenwagen, der Milchwagen, viele Gerätschaften, eine Kücheneinrichtung aus Urgrossmutters Zeit, eine Vielzahl Dokumente, Bilder, Fotos und zahlreiche weitere Originalgegenstände aus Haus und Hof. In der Ausstellung heisst es in Zukunft sicher oftmals: «Weisch no?»

Den Schlüssel überreicht

Gemeindeammann Jürg Müller dankte der Museumsgruppe für den Einsatz und die grosse Arbeit. Er durfte aus der Hand von Gerhard Trottmann den Schlüssel entgegennehmen. An der Aussenwand des Museums wurde schliesslich noch das alte Mumpfer Wappen befestigt.