Schupfart
Ideenreiches Unterhaltungskonzert mit viel Frauen-Power

Starke Frauen führten am Unterhaltungskonzert der Musikgesellschaft Schupfart das Zepter. Angelehnt an die Fernseh-Sendung «Benissimo» boten die Musikanten beste Unterhaltung

Paul Roppel
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Im Rampenlicht: Karin Kym brillierte mit einem Flügelhornsolo. pro

Im Rampenlicht: Karin Kym brillierte mit einem Flügelhornsolo. pro

Ein Mann hatte das Zepter in der Hand: Umsichtig und mit gewissem Schalk führte Dirigent Bence Tóth das Unterhaltungskonzert musikalisch zum Erfolg, das er in zehn Proben projektmässig eingeübt hatte. Zuvor war Vizedirigentin Karin Kym für den musikalischen Schliff besorgt gewesen. Mit ihr standen im Rampenlicht ein paar Frauen und sie sorgten für grossartige Unterhaltung.

Omnipräsent war Nicole Häberli, die zum fünften Mal ein Konzert moderierte und zweifellos eine Krönung ihrer bisherigen Karriere erreichte. Sie hätte mit ihrer erfrischenden, spontanen und geradezu beeindruckenden Improvisationsfreudigkeit dem TV-Star Beni Thurnheer sicher die Show gestohlen. Denn das packende Bühnenspektakel lehnte sich an seine im TV auslaufende «Benissimo-Sendung» an und versprach lauter Gewinner.

Diese fand die zierliche 22-Jährige im schönen roten Abendkleid ohne aufdringliche Dominanz und wegen ihrer natürlichen Spontaneität und Schlagfertigkeit im Publikum. Nicht zuletzt legte sie die Basis für ein Unterhaltungsvergnügen pur in dem die Musikgesellschaft die Hauptrolle spielte und auch das Publikum zu Einsätzen kam.

Analog «Benissimo» war ein Hauptgewinn gesetzt: In Schupfart war es ein ideenreiches, spannendes und kurzweiliges Unterhaltungskonzert. «Die Projektidee ist auf der Heimfahrt der Vereinsreise entstanden», verriet Präsidentin Astrid Müller. Unabhängig davon hatten Manuela Schlienger und Nicole Häberli das interessante Bühnengeschehen um die farbigen Kugeln und den geheimnisvollen Losen darin entworfen, assistiert von Flavia Müller.

Alle Versprechen wurden eingehalten: Der Hauptgewinn wurde eingelöst. Ein sehr breites Repertoire mit einem Dutzend ansprechender Melodien für jeden Geschmack sorgte für stimmungsvolle Ambiance. Karin Kym brillierte zudem als Solistin mit dem Flügelhornsolo «Der einsame Hirte». Präsidentin Astrid Müller stand im Rampenlicht mit dem Baritonsolo «Gabriel’s Oboe». Sonja Müller sorgte für gekonnte Showeffekte im spritzigen Medley «Oldies Forever».

Konzertbesucher Hanspeter Müller gewann einen Flug und löste ihn sofort ein: Er durfte den Ohrwurm «Übere Gotthard flüge d’Bräme» dirigieren. Das begeisterte Publikum liess sich von den heissen Rhythmen der Beach Boys in «Barbara Ann» zum Mitklatschen animieren. Die fantastische Stimmung heizte Nicole Häberli noch weiter an und offerierte mit ihrem kräftigen Sologesang in «It’s Raining Men» ein imposantes Schlussbouquet.

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