Laufenburg

«Ich trete in grosse Fussstapfen»: Alterszentrum Klostermatte erhält neue Leiterin

Bekommt eine neue Leiterin: Das Alterszentrum Klostermatte.

Bekommt eine neue Leiterin: Das Alterszentrum Klostermatte.

Petra Elmiger tritt per 2021 die Nachfolge von Heinz Stucki im Laufenburger Alterszentrum Klostermatte an. Die zukünftige Leiterin hat über 25 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen pflegerischen Funktionen. Im Mittelpunkt steht für sie der Mensch als Individuum.

Petra Elmiger aus Sisseln wird per 1. Januar neue Leiterin des Alterszentrums Klostermatte in Laufenburg. Mit ihrem neuen Amt übernimmt sie die Nach­folge von Heinz Stucki, der im Frühjahr 2021 pensioniert wird. Die Wahl von Elmiger fand durch den Vorstand des Vereins für Altersbetreuung Oberes Fricktal an seiner letzten Sitzung statt.

Elmiger ist 47 Jahre alt, hat über 25 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen pflegerischen Funktionen und arbeitete bis Anfang Jahr im Kanton Bern als Pflegedienstleiterin und stell­vertretende Geschäftsführerin im Domicil Lindengarten, ei­nem betreuten Wohn- und Pflegeheim. Dort managte sie die Betreuung von 26 pflegebedürftigen Menschen und selbstständigen Senioren in 19 Mietwohnungen. Darüber hinaus coachte sie verschiedene Berufsgruppen und Berufsbildner und war für die Rekrutierung des Pflegepersonals verantwortlich.

Nach einer Weiterbildung zur diplomierten Institutsleiterin 2018 hatte sie den Wunsch, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ihre Freude darüber, dass ihr Wunsch nun im nächsten Jahr in Erfüllung geht, ist gross. Bei einem Rundgang mit Stucki konnte sich Elmiger einen ersten Eindruck von der «Klostermatte» mit seinen rund 100 Zimmern verschaffen. «Obwohl das Alterszentrum sehr gross ist, wird dort eine familiäre Kultur zwischen Personal und Bewohnern gepflegt. Das hat mich beeindruckt», sagt Elmiger, die ursprünglich aus dem Baselbiet stammt.

Durch empathisches Auftreten Distanz überwinden

Elmiger verhehlt nicht, dass sie Respekt davor hat, die Führung von Stucki zu übernehmen – zumal er das Zentrum bereits seit 1999 leitet. «Ich trete da in grosse Fussstapfen», sagt sie denn auch. Zu Beginn würden sicherlich auch viele Fragen auf sie zukommen. «Mir geht es darum, die Bedürfnisse der Bewohner, deren Angehörigen sowie des Personals schnell wahrzunehmen und ein offenes Ohr zu haben», so Elmiger, deren Ziel es ist, durch ein empathisches Auftreten möglichst schnell die Distanz zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Dies sei jedoch gerade in Pandemiezeiten, in denen eine Händeschütteln tabu ist und der Mund-Nasen-Schutz die nonverbale Kommunikation einschränke, keine leichte Aufgabe.

Für Elmiger ist es eine Leitlinie, den Bewohnern den Aufenthalt in der «Klostermatte» so lebenswert wie möglich zu machen. «Die Zeiten, in denen ein sturer Plan an den Bewohnern abgearbeitet wird, sind längst vorbei. Im Mittelpunkt steht der Mensch als Individuum mit seinen Bedürfnissen und dem Handeln danach», sagt sie. Dementsprechend wolle sie auch auf der Zentrumskultur, die Stucki pflegt, aufbauen und diese weiterentwickeln.

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Autor

Dennis Kalt

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