Todtmoos
Ich bin dann mal da: Wallfahrtsort feiert Geburtstag

Die Wallfahrt nach Todtmoos bildet den Schwerpunkt der neuen Ausgabe von «Vom Jura zum Schwarzwald».

Thomas Wehrli
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Freut sich: Das Autorenteam der 91.Ausgabe «Vom Jura zum Schwarzwald».

Freut sich: Das Autorenteam der 91.Ausgabe «Vom Jura zum Schwarzwald».

Thomas Wehrli

Eine gute Jahresschrift ist wie ein Tresor, den man öffnet und darin Schätze findet, erwartete und unerwartete.

Die Jahresschrift «Vom Jura zum Schwarzwald», die von der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde herausgegeben wird und das seit nunmehr 91 Jahren, ist ein solcher Tresor.

Öffnet man die Tür zur neuesten Ausgabe – sie wurde am Freitagabend den Medien vorgestellt –, so findet man gleich fünf Beiträge rund um den Wallfahrtsort Todtmoos. Eigentlich sollten es gar sieben Beiträge werden, wie Historiker und Redaktor Linus Hüsser ausführte. Ein Autor erkrankte allerdings.

Grund für die Schwerpunktwahl ist der 750. Geburtstag von Todtmoos – und die enge Verbundenheit der Fricktaler mit diesem Wallfahrtsort. Noch heute findet jedes Jahr eine Wallfahrt von Hornussen in den Schwarzwald statt. Pilgerleiter Karl Herzog erzählt in einem fesselnden Beitrag, wie sich die Wallfahrt im Laufe der Zeit gewandelt hat, erzählt, wie man früher in Sonntagsschuhen und mit Krawatte wallfahrte, während man heutzutage in atmungsaktiven Sportkleidern pilgert. Ich bin dann mal da.

Historiker Hüsser lässt die Geschichte der verschiedenen Fricktaler Wallfahrten Revue passieren und er tut dies, das zeichnet seinen Beitrag aus, indem er neue Blitzlichter auf die Wallfahrten wirft, indem er «Mosaiksteinchen», wie er selber sagt, aus Archiven zusammengetragen hat.

Dass das Wallfahren durchaus auch durch den Magen gehen kann, zeigt Heidi Knoblich mit ihrem Beitrag über die Todtmooser Lebkuchen. Vorgestellt wird auch das Heimatmuseum und Valentin Häseli stellt Herkunftsüberlegungen zu einem in Wittnau gefundenen Nuppenglas an.

Abgerundet wird die Jahresschrift im zweiten Teil mit Beiträgen von Miriam Hauser über eine Grube am Seckenberg, in der 3300 Keramikteile aus der Bronzezeit gefunden wurden, einem Stück Herznacher Dorfgeschichte von Cecilie Gut und einem Beitrag von Edith Hunziker zum Laufenburger Pfarrhaus.