Herbstmesse

Hurra, die Fricktaler kommen — «Ein Leben neben der Messe gibt es derzeit nicht»

Wieder an der Herbstmesse dabei: Claudio Meier.

Wieder an der Herbstmesse dabei: Claudio Meier.

An der Herbstmesse in Basel bieten auch Fricktaler ihre Waren feil. Einer von ihnen ist Claudio Meier. Er betreibt in der Rheinfelder Altstadt den Souvenirladen Cameleon. Er erzählt, wie viel Arbeit hinter einem Stand steckt.

Den heutigen Tag haben sich auch viele Fricktaler dick in ihrem Kalender angestrichen: Es ist wieder Herbstmesse in Basel. Über 100 Bahnen, fast 150 Verpflegungsstände und gegen 250 Warenstände locken gut zwei Wochen lang die Besucher nach Basel, darunter Tausende Fricktaler.

Aber auch hinter den Ständen fricktalert es: Mehrere Künstler und Händler aus der Region bieten ihre Produkte in Basel zum Verkauf an. Einer von ihnen ist Claudio Meier, der in der Rheinfelder Altstadt den Souvenirladen Cameleon betreibt. Er ist mit seinen Duftkerzen in Basel.

Er habe am Montag mit dem Einrichten seines Standes am Petersplatz begonnen, erzählt Meier. «Es war ein grosses Wiedersehen, denn die meisten Händler sind seit Jahren dabei.» Meier selber ist zum fünften Mal an der Herbstmesse. Man sei wie eine kleine Familie, sagt Meier. «Man hilft einander und schaut auf den Stand des Nachbarn, wenn dieser rasch weg muss.»

Teilnahme an Herbstmesse biete viel Umsatz

Eingerichtet ist der Stand. «Das war viel Arbeit», sagt Meier, lacht. «Ich bin eben ein Perfektionist.» Er ist überzeugt, dass man besser verkauft, wenn der Stand schön eingerichtet ist. Und um das Verkaufen geht es hauptsächlich. «Die Teilnahme an der Herbstmesse bedeutet viel Umsatz», sagt er.

Genaue Zahlen will er nicht nennen, nur so viel: «Wenn ich an einem Wochenende gut verkaufe, setze ich so viel um, wie sonst in einem Monat in meinem Laden.» Ein wichtiger Parameter dabei: das Wetter. «Bei schönem Wetter kommen nicht nur mehr Leute, sie kaufen auch mehr.»

«Man trifft neue Leute und hat gute Gespräche»

Jeden Tag wird Meier in den nächsten drei Wochen zehn Stunden am Stand stehen. «Wenn etwas läuft, geht die Zeit schnell herum», sagt er. Sonst fliesse die Zeit recht zäh. Meier konzentriert sich in dieser Zeit voll auf den Markt. «Ein Leben neben der Messe gibt es in dieser Zeit nicht.»

Trotz der Belastung freut sich Meier «tierisch» auf die Messe. «Man trifft neue Leute, hat gute Gespräche und kann Ideen sammeln.» Der schönste Moment, neben dem «das macht 32 Franken», sei der Kaffee am Morgen mit den Standkollegen. «Da quatschen wir und haben es lustig», erzählt Meier und fügt schmunzelnd hinzu: «Etwas jammern gehört natürlich auch dazu.»

Drei Wünsche für das Wochenende

Auch über Mittag verlässt Meier seinen Stand nur selten. Eine Thai-Köchin komme jeden Tag vorbei und nehme die Bestellung auf. «Ein Super-Service.»

Jetzt, am Tag vor der Eröffnung, «bin ich schon recht nervös», so Meier. Die letzte Nacht hat er kaum geschlafen. Wieder lacht er. «Heute Abend nehme ich zur Sicherheit eine Schlaftablette.» Denn unausgeruht an die Messe zu gehen, sei ein No-Go. «Ohne Schlaf fühle ich mich gerädert und bin reizbar.» Das sei dem Geschäft nicht zuträglich.

Claudio Meier wünscht sich und der Messe Dreierlei: viele Leute, gute Geschäfte – und Top-Wetter. Zumindest für das Startwochenende sieht es gut aus.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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