Mumpf/Bad Säckingen
Hunderte schwammen 3,5 Kilometer rheinabwärts

Wieder einmal waren die Organisatoren des Zweibrückenschwimmens mehr als zufrieden. Bei idealen Wetterbedingungen stiegen über 350 Teilnehmer in den Fluss.

Hans Christof Wagner
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Familien Rodriguez und Costermani aus Venezuela erstmals am Zweibrückenschwimmen.

Familien Rodriguez und Costermani aus Venezuela erstmals am Zweibrückenschwimmen.

Luft 24 Grad, Wasser 22 Grad: So stand es auf einer Informationstafel am Pontonierhaus in Mumpf – besser hätten die Wetterbedingungen kaum sein können. Für die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) Sektion Fricktal bestanden im Vorfeld keine Zweifel: Das Zweibrückenschwimmen kann wieder stattfinden, und zwar zum 28. Mal.

Schon bald hatten rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die 15 Franken Startgeld entrichtet und sich registrieren lassen. Mitunter waren die Wartezeiten am Bootssteg so lang, dass OK-Präsident Daniel Winter durch die Reihen ging und kühle Getränke ausschenkte. Schliesslich konnten die Motorboote, zur Verfügung gestellt von den Mumpfer Pontonieren, immer nur 30 Schwimmerinnen und Schwimmer rheinaufwärts nach Bad Säckingen befördern.

Unter den zwei Brücken hindurch

Dort, unterhalb des Kraftwerks, stiegen die Schwimmer in die Fluten des Rheins, um sich von der Strömung zurück nach Mumpf treiben zu lassen, über eine Distanz von 3,5 Kilometern. Dabei ging es unter der alten Holzbrücke und der Fridolinsbrücke hindurch.

Wieder einmal stand die Sicherheit der Teilnehmer im Vordergrund. Bevor es im Mumpf in die Boote ging, erteilten Philipp Dorer und Nicole Buser von der SLRG Fricktal Sicherheitsinstruktionen. Sie erklärten den Teilnehmern, welchen Weg sie unter den beiden Brücken zu nehmen haben und was in Notfällen zu tun ist. 60 deutsche Rettungskräfte in 8 Booten standen bereit, im Fall der Fälle einzugreifen und erschöpfte Schwimmer aus dem Wasser zu ziehen.

Alle mussten zur besseren Sichtbarkeit auf dem Rhein die weissen Badekappen tragen und diese, nach Ankunft in Mumpf, auch wieder abgeben. So konnten die Organisatoren sichergehen, dass niemand unterwegs verloren ging.

Auch bei der 28. Auflage des Zweibrückenschwimmens waren wieder viele das erste Mal mit von der Partie. So auch die Familien Rodriguez und Costermani aus Zürich und Koblenz, ursprünglich aber aus Venezuela stammend. Vor allem die Kinder Arianna (11), Andres (11) und Karin (10) fanden die Motorbootfahrt nach Bad Säckingen und das anschliessende Schwimmen toll. Wieder einmal bot sich auf dem Rhein ein buntes Bild: Schwimmende mit weissen Badekappen und Schwimmhilfen in allen Farben.

OK-Präsident Daniel Winter sieht vor dem Hintergrund der guten Resonanz in diesem und im vergangenen Jahr, einen Trend zurück zum Baden in natürlichen Gewässern. Die Teilnehmerzahl von 358 am Zweibrückenschwimmen, die am Samstagnachmittag feststand, gibt ihm recht. Ein Teilnehmer schwamm die 3,5 Kilometer sogar zweimal.

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