Aufgrund des Sparprogramms des Kantons gliederte die Heilpädagogische Schule (HPS) Rheinfelden im vergangenen Jahr den überkonfessionellen Religionsunterricht aus dem Schulunterricht aus. So findet dieser derzeit vor dem eigentlichen Schulunterricht statt. Der Schulleiter der HPS Rheinfelden, Alexander Zürcher, erklärte damals gegenüber der az, dass diese Massnahme dazu diene, Transport- und Betreuungskosten zu sparen. Gegen diese Ausgliederung wurde auf Initiative des Präsidenten von Insieme, Heinz Schmid, und 50 Personen Anfang Februar eine Petition eingereicht, in der gefordert wird, den Religionsunterricht wieder in den normalen Schulunterricht zu integrieren.

Transportproblem gelöst

Immerhin konnte kurz nach Ostern die Transportproblematik der Schüler zum Religionsunterricht gelöst werden, indem die Eltern vom Schülertransport durch einen Fahrdienst des Kiwanisclubs bis zum Schuljahresende entbunden wurden: «Ich habe einen Bekannten im Kiwanisclub. Als er von der Transportproblematik erfuhr, hat er mir sofort Unterstützung angeboten», erzählt Meier. So werden derzeit zwölf Kinder von neun Fahrern und einer wöchentlichen Transportleistung von 150 Kilometern unentgeltlich zum Religionsunterricht gebracht.

Auch die Petition zeigte Wirkung: «Mitte März kam es zu einer gemeinsamen Sitzung zwischen Insieme, Elternvertretern, Verantwortlichen der Katechetik, Schulbehörden und dem Stadtrat», sagt Meier. In der Sitzung einigte man sich darauf, dass Ziel zu verfolgen, den Religionsunterricht wieder in den Blockunterricht einzuplanen – allerdings unter dem Vorbehalt einer gesicherten Finanzierung. «Die involvierten Parteien sicherten uns weiter zu, beim Kanton für eine Nachbesserung des Globalbudgets für die Schule zu intervenieren, um dadurch unter anderem den Religionsunterricht finanzieren zu können», sagt Meier.

HPS zum Sparen verdammt

Schulleiter Alexander Zürcher sagt: «Es wurde eine Arbeitsgruppe aus der Schulpflege und Mitgliedern der Stadtverwaltung gebildet, die sich postalisch an das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) wandte.» So soll es innerhalb der nächsten zwei Wochen zu «Verhandlungen» zwischen der Arbeitsgruppe und dem Departement kommen. Zürcher hofft dabei auf einen positiven Ausgang: «Die HPS Rheinfelden ist stark unterfinanziert. Wir sparen an allen Ecken und Enden.»

Die Präsidentin der Schulpflege Rheinfelden, Bettina Lutz, bestätigt die Korrespondenz mit dem BKS. Auf die Frage, ob es nächstes Jahr einen integrierten Religionsunterricht an der HPS geben wird, antwortet sie: «Dies ist vom Ausgang der Budgetverhandlungen abhängig. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nichts sagen.» Eine Entscheidung könne sich noch bis in den August hinziehen.