Schupfart
Hör ich was? – Aber sicher, beste Musik am Schupfart Festival!

Der zweite Festival-Tag gehörte den Country-Fans, am Sonntag kamen die Schlagerfreunde auf ihre Rechnung.

Thomas Wehrli und Hans Christof Wagner
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Ein Garant für beste Country-Musik: die Bellamy Brothers. Thomas Wehrli
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Zweiter Tag des Schupfart Festivals
Beatrice Egli heizte den Schlagerfans am Sonntag gehörig ein. Hans Christof Wagner

Ein Garant für beste Country-Musik: die Bellamy Brothers. Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

Hör mal, wer da singt: Die Stimmung am zweiten Tag des Schupfart Festivals, den traditionellerweise die Country-Bands bestritten, war auch in diesem Jahr top. Das lag zum einen an den Dauer-Stammgästen aus Deutschland, Truck Stop, die es auch in diesem Jahr wieder verstanden, die ausverkaufte Halle zum Klatschen, Tanzen und Mitsingen zu bringen. Sie taten dies mit alten Hits wie «Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n» aus den 70er-Jahren ebenso wie mit einem Ausblick auf ihr neues Album, das im Oktober erscheint.

Die ausgelassene Stimmung lag zum anderen an den Bellamy Brothers aus Florida, die zum vierten Mal in Schupfart auftraten und die Fans vor die Bühne und auf die Bänke brachten.

Viel zum Erfolg trug aber auch die erste Band des Abends bei: Der einheimische Country-Musiker Rolf Fritschi aus Eiken vermochte das Festzelt mit seiner unverwechselbaren Stimme und den Songs ab seinem Debütalbum «Nashville Tonight» gehörend an- und aufzuheizen – man kann auch sagen: Den Boden zu legen, auf dem sich die anderen Bands austoben konnten. Und das taten diese mit Verve, ebenso wie die Fans, von denen die meisten standesgemäss mit Cowboy-Hut und anderen Westernutensilien bewaffnet in der Halle erschienen.

Festzelt stand am Sonntag Kopf

Bei der Schlagerparty am Sonntag stand das Festzelt Kopf. Beatrice Egli, Mickie Krause und die anderen Stimmungsmacher heizten den 3500 Fans ein. Egli, das 1,63 Meter kleine Energiebündel, sang erst das zweite Mal am Schupfart Festival. Aber bei ihrem Auftritt schien es, als wäre sie auf dem Festival ein alter Stammgast. Die Posen sassen und die Bühnenshow gefiel. Sie präsentierte Songs zum Abrocken, zum Nachdenken und zum verträumten Schunkeln.

Erstmals hatte sie eigene Texte im Gepäck, selbst geschriebene, die laut Programmheft eine «andere Seite» von ihr zeigen sollten. Und das gelang auch. Gleichwohl gab es für das zünftig in Dirndl und Lederhosen erschienene Publikum aber auch Ohrwürmer zum Mitsingen wie «Mein Herz, es brennt.»

Auch erst das zweite Mal in Schupfart trat Mickie Krause auf. Aber er zeigte keine neuen gefühlvollen Facetten, er präsentierte sich so, wie man ihn kennt und liebt: laut, offenherzig, kein Blatt vor den Mund nehmend. Seine Lieder handeln von Menschen, die sich ihren Partner schöntrinken müssen. Und zwischen seinen Songs nahm er, sehr zur Freude des Publikums, Schlagerkollegen wie Jürgen Drews und Michael Wendler aufs Korn. Seit vielen Jahren schon Kollegen sind Norbert Rier, Markus Wolfahrt und Gottfried Würcher. Zusammen sind sie die «Grossen 3 der Volksmusik».

In Schupfart traten sie zuerst einzeln und dann als Trio auf – zum ersten Mal auf einer Schweizer Bühne, was ein lang gehegter Wunsch des 2014 verstorbenen Festivalgründers Hanspeter Müller war. Gut gekannt haben diesen auch Marc Pircher, mit Band das neunte Mal in Schupfart Gast und Moderator der Schlagerparty, sowie die Jungen Zillertaler, die zum fünften Mal auftraten und mit deren guter Laune der Sonntag ausklang.

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