Kaiseraugst

Holzkraftwerk Kaiseraugst: Verfällt im September die Baubewilligung?

Das Provimi-Kliba-Areal in Kaiseraugst: Hier würde das geplante Holzheizkraftwerk der Industriellen Werke Basel (IWB) entstehen.

Das Provimi-Kliba-Areal in Kaiseraugst: Hier würde das geplante Holzheizkraftwerk der Industriellen Werke Basel (IWB) entstehen.

Im September läuft die zwei Jahre gültige Baubewilligung für das geplante Holzheizkraftwerk aus. Noch immer ist unklar, ob die Industriellen Werke Basel (IWB) die Anlage bauen.

Die Uhr tickt: Im September läuft die Baubewilligung für das geplante Holzheizkraftwerk in Kaiseraugst aus, und noch immer ist unklar, ob die Industriellen Werke Basel (IWB) die Anlage überhaupt bauen. Jetzt wollen die IBW und die Ortsbürgergemeinde Kaiseraugst als Landeigentümerin den drohenden Verfall der zwei Jahre gültigen Baubewilligung abwenden. Dazu haben die Verantwortlichen der Ortsbürgergemeinde und der IWB einen Vertrag ausgehandelt, der am 26. Juni der Ortsbürgergemeindeversammlung unterbreitet wird.

«Verlängerung ausgeschlossen»

Eine Verlängerung der Baugenehmigung sei ausgeschlossen, schreibt der Gemeinderat in seiner Vorlage. «Damit die Baubewilligung nicht verfällt, ist der Baubeginn vorzunehmen.» Im Vertrag wird der Baubeginn geregelt. Demnach beginnen die IWB mit den Bauarbeiten für die Förderanlage auf dem Provimi-Kliba-Areal, einem Baurechtsgrundstück im Besitz der Ortsbürgergemeinde. Die IWB verpflichten sich, den bei Baubeginn angetroffenen Zustand wiederherzustellen, falls die Förderanlage nicht gebaut beziehungsweise nicht beansprucht wird.

Auf eine Entschädigung soll gemäss dem Vertrag verzichtet werden. «Die IWB haften für allfällige Schäden und haben den allfälligen Rückbau auf ihre Kosten vorzunehmen», heisst es weiter. Dem Gemeinderat und der Ortsbürgerkommission sei «bewusst, dass der Baubeginn einzig dafür da ist, dass die Baubewilligung vom 10. September 2012 für ein Holzheizkraftwerk nicht verfällt», erklärt der Gemeinderat.

Aus energiepolitischer Sicht sei ein Holzheizkraftwerk für Kaiseraugst ein Gewinn. Aus der Sicht der Ortsbürgergemeinde sei eine weitere Baute auf einem Baurechtsgrundstück von wirtschaftlichem Nutzen. Laut der Gemeinderatsvorlage prüfen die IWB inzwischen eine Projektänderung: Die gesamte Anlage könnte auf dem Provimi-Kliba-Areal errichtet werden. Die bewilligten Pläne sehen vor, das Holz auf dem Rewag-Gelände aufzubereiten und mit einem Förderband auf das Provimi-Kliba-Areal zu verfrachten. Für diese Projektänderung wäre ein neues Baubewilligungsverfahren notwendig.

Ursprünglich wollte die Axpo das Holzheizkraftwerk in Kaiseraugst bauen. Ende vergangenen Jahres kündigten die IWB die Übernahme der Rechte für das Projekt an.

Machbarkeitsprüfung dauert an

Davor wollte das Basler Energieunternehmen aber das Holzkraftwerk-Projekt auf seine Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz überprüfen. Diese Abklärungen dauern noch an. «Wir befinden uns nach wie vor in der Phase der Machbarkeitsprüfung», erklärt IWB-Sprecher Lars Knuchel. «Die weiteren Schritte hängen davon ab, was die Ortsbürgergemeindeversammlung entscheiden wird. Eine detaillierte Bauplanung würden wir überhaupt erst in Angriff nehmen, wenn die Versammlung dem Vertrag zustimmt. Die IWB will, kann und darf dieser Entscheidung der Ortsbürger von Kaiseraugst in keiner Weise vorgreifen.»

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