Gipf-Oberfrick
Hochstämmer – grosse Bäume und ihre hohe Bedeutung

Der Jurapark Aargau lud am Tag der Hochstammbäume, zum ersten Hochstammbeobachter Netzwerktreffen nach Gipf-Oberfrick. Rund 25 Personen aus 18 Gemeinden nahmen am Anlass teil.

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Hochstammbäume bereichern nicht nur das Landschaftsbild, unter anderem bieten sie auch wichtigeLebensräume für viele Tierarten.

Hochstammbäume bereichern nicht nur das Landschaftsbild, unter anderem bieten sie auch wichtigeLebensräume für viele Tierarten.

2013 lancierte der Jurapark Aargau, gemeinsam mit Fricktal Regio, das Projekt Hochstammbörse mit dem Ziel, den Rückgang der Hochstammbäume in der Region zu bremsen. Denn Hochstammbäume sind ein schönes Landschaftselement, ihre Früchte sorgen für schmackhafte Produkte und sie sind wichtige Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Im Rahmen des Projekts sucht der Jurapark Aargau Hochstammbeobachter, die sich in den Gemeinden dem Thema annehmen. Sie sollen künftig Ansprechpersonen für Fragen in der Gemeinde sein, zwischen verschiedenen Akteuren vermitteln, Projekte anstossen und für die Thematik sensibilisieren. Bereits sieben Gemeinden haben Hochstammbeobachter gemeldet, teilen die Verantwortlichen von Jurapark erfreut mit.

Wer sich ebenfalls in seiner Gemeinde als Hochstammbeobachter engagieren möchte, kann sich bei Anna Bühler, Jurapark Aargau, a.buehler@jurapark-aargau.ch, 062 877 15 04, melden.

Fachliche Weiterbildung

Neben den Hochstammbeobachtern nahmen am Netzwerktreffen Gemeindevertreter und weitere Interessenten teil. Nach der Begrüssung durch Anna Bühler, Projektleiterin Jurapark Aargau, beleuchteten drei Referenten die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln. Beat Felder, Fachmann Spezialkulturen Kanton Luzern, berichtete von seinen Erfahrungen aus dem Projekt «Hochstamm Seetal». Anbaumethoden, qualitativ gute, innovative Produkte und eine professionelle Vermarktung in Kombination mit Agrotourismus und Events nannte er als Erfolgsfaktoren.

Wie Hochstammbäume im Kulturlandplan integriert werden können, zeigte Robert Wernli, Kulturingenieur, auf. Im Anschluss erläuterte Victor Condrau, Landschaftsarchitekt, das neue Instrument «Landschaftsqualität», das im Rahmen der neuen Agrarpolitik geschaffen wurde und die damit einhergehenden Chancen für die Hochstammbäume.

Austausch und Arbeitshilfen

Die Frage wie als Hochstammbeobachter in den Gemeinden gestartet werden kann, stand im Zentrum des zweiten Teils des Netzwerktreffens in Gipf-Oberfrick. Neben angeregtem Austausch wurden Arbeitshilfen vorgestellt, wie beispielsweise die Website www.hochstammboerse.ch (ab. 1. Mai aufgeschaltet). Die Website dient als umfassende Informations- und Austauschplattform rund ums Thema. Die Seite entstand im Rahmen des Jurapark-Projekts und wurde von der Jurapark Aargau entwickelt. Ein feiner Hochstammapéro mit innovativen Produkten von ArboVitis rundete den Anlass ab. (az)

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