Fricktal
Hoch «Ekart» und Sturmtief «Lolita» sorgten für Wetterkapriolen in einem frühlingshaften Januar

Hoch «Ekart» und Sturmtief «Lolita» prägten das Wetter in der Region im Januar. Andauernde Hochdrucklagen sorgten für einen zu warmen Monat – und zwar genau um 2,3 Grad Celsius im Vergleich mit den langjährigen Mittelwerten.

Helmut Kohler
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Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sträucher bereits im Januar Pollen abgeben. Bei Sonnenschein und Temperaturen über 5 Grad ist das bei der Hasel der Fall.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sträucher bereits im Januar Pollen abgeben. Bei Sonnenschein und Temperaturen über 5 Grad ist das bei der Hasel der Fall.

CH Media

Mit einem Überschuss von 41 Sonnenstunden war es der drittsonnigste Januar seit Messbeginn. Durch den Frost in den nebel­armen Nächten gab es jedoch keine neuen Temperaturrekorde. Mit mageren 36,6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erreichte der Monat nicht einmal die Hälfte seines Solls.

Mit «Xia» startete das neue Jahr in der Region hochdruck­bestimmt. Im Gegensatz zur Wetterstation Schwörstadt, wo der «Möhlin-Jet» für viel Sonne sorgte, löste sich die Hochnebeldecke in Bad Säckingen an den ersten drei Januartagen überhaupt nicht oder nur zögerlich auf.

Tief «Fabio» brachte am 4. Januar Regen, bevor Hoch «Alma» für trockenes, viel zu warmes und meist sonniges Wetter sorgte. Bedingt durch warme Luftmassen stieg die Temperatur am 9. Januar auf frühlingshafte 11,2 Grad an. Das Einzige, das an einen echten Winter erinnerte, waren die leichten Fröste in den zum Teil sternenklaren Nächten.

Sonnig und mild

Unterbrochen von Regen durch die Tiefs «Clara» und «Damira» blieb es mit Hoch «Christian» bis zur Monatsmitte bei dem Wechsel von klaren Nächten, Nebel und Sonnenschein. Auch die Natur reagierte auf das frühlingshafte Wetter. Es befanden sich bereits Hasel- und Erlenpollen in der Luft.

Auch die zweite Januarhälfte begann sonnig und mild. Tief «Heike» beendete vom 17. bis zum 19. Januar mit seiner Kaltfront und Regen den «Frühlingswinter». Ab dem 19. übernahm das Hoch «Ekart» das Zepter und sorgte die folgenden acht Tage mit zähem Hochnebel und nach dessen Auflösung mit etwas Sonne und Nachtfrösten für ruhiges Wetter.

Wechselhaftes Wetter bis zum Monatsende

Am 20. Januar erreichte das Barometer mit genau 1045,8 Hektopascal den höchsten Wert seit Beginn der Messreihe 1966. Mit der Verdrängung von Hoch «Ekart» durch Tief «Kim» endete am 27. Januar die schon seit Wochen andauernde ruhige Hochdruckwetterlage. Sturmtief «Lolita» bescherte der Region am 28., begleitet von heftigen Graupelschauern mit Böen um 70 km/h, den ersten Sturm des Jahres.

Ohne Nachtfröste und bei wieder über die Norm steigenden Temperaturen blieb das wechselhafte Wetter bis zum Monatsende erhalten, wobei am letzten Januartag mit 14,2 Grad die höchste Temperatur des Monats zu verzeichnen war.