Cheisacherturm
Hier kommt der neue Cheisacher-Turm geflogen

Die acht Elemente für den neuen Turm wurden mit einem Doppelrotor-Helikopter von Mönthal auf den Cheisacher Gansingen transportiert.

Susanne Hörth
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Ein Spektakel der ganz besonderen Art erlebten am Montagmorgen zahlreiche Interessierte. Die acht Elemente des Cheisacherturms wurden mit einem «Kamov»-Doppelrotor-Helikopter von der Zimmerei Bühlmann in Mönthal auf den Cheisacher im Gemeindebann von Gansingen geflogen. Während der letzten Wochen haben Lehrlinge aus verschiedenen Schreinereibetrieben die Teile in der Schreinerei Bühlmann angefertigt.

Das dazu benötigte, einheimische Holz haben die drei Gemeinden Mönthal, Laufenburg und Gansingen zur Verfügung gestellt. Bei idealen Wetterbedingen konnten die Helikopterflüge im Anschlus eines einstündigen Sicherheitsbriefing des Flugteams, den Zimmerleuten und den Sicherheitsverantwortlichen planmässig erfolgen. Mit einem 80 Meter langem Seil wurden die ersten beiden Turmelemente nacheinander zu ihrem Bestimmungsort, auf den Cheisacher auf 698 Metern, geflogen.

In schwindelerregender Höhe

Beim bereits fertiggestellten Turmfundament war einmal mehr Millimeterarbeit gefordert. Neun Fachkräfte der Schreiner Bühlmann hatten an diesem gestrigen Montag freigenommen. Nicht um die diese Stunden mit Nichtstun zu verbringen, sondern um ihre Arbeitskraft als Sponsorenbeitrag für den Cheisacherturm zur Verfügung zu stellen.

In schwindelerregender Höhe, entsprechend gut gesichert, fügten die Zimmermänner, denen zusätzlich noch zwei Flughelfer tatkräftig zur Seite standen, die herbeigeflogenen Turmelemente zusammen. Rund 4,5 Tonnen wiegt ein solches Teil. Sie werden auf Bolzen gesetzt und verschraubt. Innert weniger Stunden «wuchs» der Turm so zu seiner stattlichen Höhe an.

«Ein super Gefühl»

Das Turmbauspektakel verfolgte auch Martin Steinacher, Gemeindeammann von Gansingen. In dieser Gemeinde befindet sich der bei seiner Fertigstellung 23 Meter hohe Aussichtsturm. «Es ist ein super Gefühl,» so Steinacher beim Anblick des hölzernen Turms inmitten der hohen Bäume. «Wir sind stolz, dass er zustande gekommen ist. Dabei spielt es nicht wirklich eine Rolle, auf wessen Gemeindegebiet er steht.» Wichtig sei vielmehr, dass das obere Fricktal mit den Cheisacherturm über ein sanftes Tourismusangebot mehr verfügt.

Die bei der Weiss AG, Haustechnik und Metallbau in Sulz gefertigten Treppen und Geländer werden im Zeitraum vom 11 bis 22. Oktober eingebaut. Nach Abschluss aller Arbeiten inklusive natürlich auch der Montage der Aussichtsplattformen wird das Bundesamt für Unfallverhütung den hölzernen Bau begutachten. Erfolgt vom BfU das OK, so ist der Aussichtsturm begehbar. Seinen Besuchern wird er bei schönem Wetter hoch über den Baumkronen ein Rundblick über den Schwarzwald bis hin zum gesamten Alpenkranz ermöglichen.
Das Einweihungsfest ist für den 30. April 2011 geplant.