Herznach

Hier frisst sich ein Bohrer 35 Meter tief in den Berg

Die Kernbohrung auf dem Hübstel in Herznach soll Aufschluss geben über die Geologie im Gebiet des stillgelegten Bergwerks. Bis in eine Tiefe von 35 Metern wird der Untergrund geologisch erforscht.

Ein Bohrkopf frisst sich auf dem Herznacher Hübstel pro Minute 3 bis 6 Zentimeter in den Untergrund. Dort wird bis in eine Tiefe von 35 Metern der Untergrund geologisch erforscht.

Kernbohrung auf dem Hübstel in Herznach

Kernbohrung auf dem Hübstel in Herznach

Der wissenschaftliche Hintergrund der vom Herznacher Verein Eisen und Bergwerke (VEB) in Auftrag gegebenen Bohrung wird von Präsident Peter Scheuble so umschrieben: «Die Fachleute werden einen lückenlosen Aufschluss über das geologische Schichtenprofil erhalten. Unser Verein macht dies möglich im Rahmen des Projekts ‹Zurück in den Stollen›. Wir möchten nämlich der Öffentlichkeit ein Stück des ursprünglichen Herznacher Bergwerkstollens wieder zugänglich machen und wollen unsere neue Fossilienausstellung um das Doppelte erweitern. Und da ist ebendieser Bohrkern ein wichtiger Bestandteil, zeigt er doch ein Stück Erdgeschichte von Jahrmillionen auf 35 Meter Länge. Er wird gewissermassen der rote Faden in der Ausstellung sein.»

Bis morgen Freitag soll also ein möglichst vollständiger, etwa 35 Meter langer Bohrkern mit einem Durchmesser von 10 bis 15 Zentimetern in den bereitgestellten Holzkisten liegen. Nebst der Erkenntnis der Zusammensetzung der Erdschichten wird die Beschaffung von Daten von den über und unter den Bergwerkstollen liegenden Gesteinsschichten mit Spannung erwartet.

Der Bohrkern soll der Länge nach in zwei Teile aufgeschnitten werden. Die eine Hälfte wird eingelagert und der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung gestellt, während die andere Hälfte - wie erwähnt - als ein attraktives Informations- und Gestaltungselement in der neu konzipierten Ausstellung verwendet wird. (chr)

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