Fricktal

Hier baden Einheimische günstiger

Der Preis für das Sommersaisonabo im Fricker Freibad beträgt 110 Franken für auswärtige Badegäste. Einwohner der Gemeinde zahlen hingegen zehn Franken weniger für das Sommersaisonabo. Dennis Kalt

Der Preis für das Sommersaisonabo im Fricker Freibad beträgt 110 Franken für auswärtige Badegäste. Einwohner der Gemeinde zahlen hingegen zehn Franken weniger für das Sommersaisonabo. Dennis Kalt

Ortsansässige erhalten in einigen Gemeinden Rabatte – allem voran stehen Freibäder und Waldhütten.

Einheimisch zu sein, kann seine Vorteile haben – auch in finanzieller Hinsicht. So bekommen Ortsansässige in einigen Gemeinden Preisnachlässe auf Freizeitangebote. Dies zeigt auch ein Blick auf die Fricktaler Bäder. So gewähren die Freibäder in Frick, Möhlin, Kaiseraugst sowie das Hallenbad in Sisseln den Ortsansässigen den Eintritt zu reduzierten Preisen.

«Da der Unterhalt für den Badebetrieb über Steuern subventioniert werden muss, ist es gerechtfertigt, dass einheimische Badegäste zehn Franken weniger als Auswärtige für das Sommersaisonabo in Frick zahlen müssen», erklärt Betriebsleiter Paul Gürtler. Im Freibad in Möhlin sparen einheimische Badegäste gar 40 Franken beim Erwerb eines Saisonabos: «Mit dem vergünstigten Eintritt drücken wir gegenüber unseren Einwohnern unsere Wertschätzung für ihr Steueraufkommen aus», sagt Dieter Vossen, Gemeindeschreiber in Möhlin.

Anstatt Rabatte gibt es Tiefstpreise

Auch im Freibad Laufenburg steht die Einführung einer Vergünstigung für Ortseinwohner nicht zur Diskussion – und auch keine Preisaufstockung ausschliesslich für Auswärtige, denn: «Mit dem Freibad auf deutscher Seite haben wir starken Konkurrenzdruck. Würden wir die Preise für Auswärtige erhöhen, um so die Einheimischen relativ zu bevorteilen, würden viele Badegäste aus der Umgebung nicht mehr kommen, erklärt Marco Waser», stellvertretender Gemeindeschreiber in Laufenburg.

Ebenso können Ortsansässige bei der Miete von Block- und Waldhütten den einen oder anderen Franken sparen. So beträgt beispielsweise die Grundgebühr der Miete für das Blockhaus im Brüel in Zeiningen 180 Franken für Einheimische und 280 Franken für Auswärtige. Für das Eiker Waldhaus werden 50 Franken für Einheimische und 120 Franken für Auswärtige fällig. In Wölflinswil müssen einheimische Mieter für das Waldhaus Strihen 100 Franken und auswärtige Mieter 160 Franken berappen.

Auffällig ist, dass sich die Waldhäuser im Fricktal fast ausnahmslos im Besitz der Ortsbürgergemeinden befinden. «Es macht deshalb Sinn, dass zwischen auswärtigen und einheimischen Interessenten unterschieden wird. In erster Linie sollen Einheimische einen Vorteil haben», argumentiert Jennyfer Enge, Gemeindeschreiberin in Eiken.

Kein Einwohner-Rabatt in Museen

Anders verhält es sich in den angefragten Museen – Rehmann-Museum in Laufenburg, Fricktaler Museum in Rheinfelden, Sauriermuseum in Frick. Hier sind Preisnachlässe für ortsansässige Besucher Fehlanzeige. «Über einen EinwohnerRabatt haben wir in der Saurierkommission noch nie diskutiert», sagt die Leiterin des Sauriermuseums Andrea Oettel, die nachschiebt, dass solch ein Rabatt auch aufwendig ist, weil man an der Kasse den Wohnort der Besucher, die den Preisnachlass verlangen, kontrollieren muss. Für Schulklassen aus Frick entfällt jedoch der Einzeleintrittspreis von drei Franken pro Person bei Führungen.

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