Hexen mit zotteligem Haar, abenteuerlichen Masken und blinkenden Augenhöhlen, Dämonen mit angsteinflössenden Raffzähnen und grimmig dreinschauende Geister tanzten wild ausgelassen auf ihren Besen, verteilten aber auch freigiebig Naschzeug unter das Volk.

1400 Umzugsteilnehmer

Kurz nach 19 Uhr verdunkelten sich die Gassen, laute Böllerschüsse gaben das Signal für den Start des Nachtumzuges von der Andelsbachstrasse im Badischen über die historische Brücke hinüber auf den Marktplatz auf Schweizer Seite. Insgesamt 64 Cliquen mit 1400 Hästrägern waren dabei. Teils kamen sie von weither angereist, zum Beispiel aus Winterthur die Lindberg-Hexen. Die meisten Gruppen kamen jedoch aus der Region, wie etwa die Laufenburger Löwen.

Angeführt wurde der Umzug von den Stadthäxe Laufenburg (CH) sowie den Waldgeistern Rhina (DE), in deren Händen in diesem Jahr auch die Organisation lag. Ein wenig Licht in stockdunkler Nacht gab der Feuerspucker, der dem verrückten Spektakel voraus ging. Die Guggenmusiker gaben mit ihrem schrägen Sound den ausgelassenen Takt vor.

Grosser Publikumsaufmarsch

Da das Wetter diesmal ganz auf der Seite der Fasnächtler war, waren so viele Zuschauer gekommen, dass es fast kein Durchkommen mehr in den engen Gassen gab. So suchten sich alle einen akzeptablen Stehplatz, von dem aus Hexen, Geister und Dämonen mit einem stimmungsvoll fröhlichen Narri, Narro begrüsst werden konnten.

Auf den Marktplätzen standen wärmespendende Feuertonnen, die auch gerne in Anspruch genommen wurden. Gegenüber dem ehemaligen Restaurant «Roter Löwe» war die Bühne aufgebaut, auf der mit einfliegenden und tanzenden Hexen sowie viel Musik und einer mitreissenden Show so richtig die Post abging. Zu vorgerückter Stunde gab es auf der Codmananlage zusätzlich eine Party.

Das grenzüberschreitende Häxefüür integrierten die Stadthäxe und Waldgeister in diesem Jahr zum 14. Mal in die Laufenburger Städtlefasnacht. Inzwischen ist es fester Bestandteil der fünften Jahreszeit. Vor 2002 war es am Fasnachtssamstag stets relativ ruhig.
Zu ruhig befanden sie und organisierten fortan dieses farbenprächtige Vergnügen.