Laufenburg
Helikopterflüge und Glace: Sommerfeeling auf der Herbstmesse

Rund 20'000 Menschen besuchten bei 25 Grad die 70. Hela. Besonders Helikopterflüge und Glaceverkäufe liefen bei dem schönen Wetter gut.

Dennis Kalt
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Die zahlreichen Besucher der Herbstmesse Laufenburg durften sich nicht nur an einem vielfältigen Angebot, sondern auch am schönen Wetter erfreuen. Ari

Die zahlreichen Besucher der Herbstmesse Laufenburg durften sich nicht nur an einem vielfältigen Angebot, sondern auch am schönen Wetter erfreuen. Ari

Lastwagen und Kleintransporter stehen dicht nebeneinander vor dem Hintereingang der Laufenburger Stadthalle. Palettroller werden hin- und hergezogen. Zwei Männer schleppen einen sperrigen Tisch und hieven ihn auf die Ladefläche eines Transporters. Sie kommen gerade aus der Stadthalle. Seit sieben Uhr in der Früh ist Bauchef Martin Essig auf den Beinen und koordiniert sein vierköpfiges Team. Verhehlen kann er nicht, dass er ein wenig unter Zeitdruck steht. «Bis zum Mittag müssen die Gewerbestände aus der Halle draussen sein», sagt er. Einige Stunden später – um 18 Uhr – ist das Gelände um die Stadthalle geräumt und die Halle besenrein zur Übergabe. «Jetzt bin ich geschafft», sagt Essig.

Gestern Montag liefen die Abbauarbeiten auf Hochtouren. Die Herbstmesse Laufeburg (Hela) hat ihren 70. Geburtstag mit 16 Beizli, 100 Ständen, 50 Gewerbeaustellern und einem bunten Show-Programm hinter sich gebracht. «Es war ein Super-Fest. Die Beizli-Betreiber hatten bereits am Freitagabend alle Hände voll zu tun. Auch von den Gewerbeausstellern gab es ausschliesslich positives Feedback», resümiert Hela-Präsident Raffael Blaser das vergangene Wochenende.

Besucher geniessen die Sonne

Anhand der Bilder vom Festgelände schätzt Blaser, dass in diesem Jahr rund 20 000 Personen die Hela besucht haben. «Wir bewegen uns damit im Bereich der letzten Jahre.» Gerade vor dem Hintergrund, dass parallel zur Hela mit der regionalen Gewerbeausstellung in Kleindöttingen und mit dem Oktoberfest von Feldschlösschen in Rheinfelden zwei grössere Veranstaltungen in der Region stattgefunden haben, sei man mit der Besucherzahl «mehr als zufrieden».

Hinzu kommt, dass mit knapp 25 Grad Celsius unter blauem Himmel nicht gerade das typische Wetter für eine Herbstmesse geherrscht habe. «Vermutlich hat es die eine oder andere Familie gegeben, die das Sommerwetter für einen Spaziergang in den Wald gezogen hat», so Blaser. Mäkeln will er jedoch nicht, im Gegenteil: «Die Besucher haben die Sonne auf dem Gelände genossen.»

Beim Gewerbe gut verankert

Bei Sommerfeeling auf der Herbstmesse profitierten besonders diejenigen, die Glace oder Erfrischungsgetränke anboten. Sehr gefragt seien an diesem Wochenende die Helikopterflüge gewesen. So viele wie an der diesjährigen Hela sind noch nie gebucht worden, sagt Blaser. «Dies lag nicht zuletzt an dem blauen, wolkenlosen Himmel und dem uneingeschränkten Panorama-Blick der sich einem bei diesem Wetter bot. Ebenfalls gut frequentiert sei der Stand der nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle gewesen. Dort konnte man mithilfe von Virtuality-Brillen auf vibrierenden Stühlen erleben, wie ein Tiefenlager gebaut und betrieben wird.

Auch in diesem Jahr habe man es wieder geschafft, mit rund 50 Ausstellern aus Gewerbe und Dienstleistung die Stadthalle und den Vorplatz zu füllen. «Die Hela ist beim Gewerbe gut verankert», so Blaser. Wichtig sei es auch gewesen, dass man den «richtigen Mix aus lokalen und auswärtigen Anbietern» gefunden habe. Neben Handwerkern wie Elektrikern, Ofen- und Gartenbauern oder Sanitäre waren auch der Likör-Produzent aus Tessin oder Anbieter von Wellness-Hotels vor Ort. «Eine Mischung, die gut angekommen ist», sagt Blaser. «Beim Likör-Stand hat sich der eine oder andere Besucher eingedeckt.»

Weil es sich mit der 70. Hela um ein Jubiläum handelt, war es für Blaser wichtig, etwas Nostalgie und einen Rückblick auf die Anfänge der Hela im Programm zu verankern. «Die drei Laufenburger Gründerväter – Gärtner Mutschler, Drogist Scholl und Strumpfi-Produktionsleiter Mauti – wären hochzufrieden, könnten sie sehen, wie sich die Hela von den Anfängen bis heute entwickelt hat», sagt Blaser.