Wittnau

Helfer bauen Trockenmauer

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Im Naturschutzgebiet Sundel in Wittnau bauten in dieser Woche Freiwillige an einer Trockenmauer weiter. Eine Schulklasse half ebenfalls mit.

Bereits zum zweiten Mal verbrachten zehn Freiwillige eine aussergewöhnliche Ferienwoche in Wittnau, die von der Stiftung Umwelteinsatz Schweiz gemeinsam mit Pro Natura organisiert worden ist. Die Gruppe baute unter der Leitung des Trockenmaurers Beat Utiger eine Stützmauer vom ersten bis zum letzten Stein. Vom tatkräftigen Einsatz profitieren die Natur, die Region, aber auch die freiwilligen Helfer selbst: In der Arbeitswoche wurde den Teilnehmenden das alte Handwerk des Trockenmauerbaus von Grund auf vermittelt.

Kinder säubern Teichbett

Anja Trachsel, Projektleiterin Natur und Landschaft beim Jurapark Aargau dankte den Helfern und wies auf die Bedeutung dieser Trockenmauer für die ökologische Infrastruktur in Wittnau hin: «Die vielfältige Kulturlandschaft mit Hochstammgärten, artenreichen Magerwiesen und Hecken ist um ein Vernetzungselement reicher.»

Als wichtiger Lebensraum für wärmeliebende, seltene Pflanzen und Tiere wie zum Beispiel die Mauereidechse leistet sie auch einen wichtigen Beitrag an die Lebens- und Erholungsqualität in der Juraparkgemeinde Wittnau.

Dritt- bis Sechstklässler aus Wittnau packten an einem Vormittag ebenfalls mit an. Anna Hoyer, Projektleiterin Umweltbildung & Natur, liess die Schulkinder auf dem Weg zum Sundel verschiedene Mauern und Steine untersuchen und erklärte den Wert einer Trockensteinmauer für Mensch und Natur. Bei der Baustelle angekommen schauten die Kinder den Freiwilligen bei der Arbeit zu. Danach durften die Kinder selbst aktiv werden und beim oberhalb gelegenen Grundstück eine Mauer wieder aufbauen, Sträucher zurückschneiden und bei der Säuberung des neuen Teichbetts mithelfen. Gemeinsam wurden Steine geschleppt und alte Teichfolien herausgerissen. (AZ)

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