Eine Liegenschaft ohne Heizung - das geht hierzulande nicht und ist vor allem im Winter undenkbar. In Rheinfelden werden derzeit diverse Liegenschaften saniert, die am geplanten Wärmeverbund Rheinfelden Mitte angeschlossen werden sollen. Da mit der Inbetriebnahme des Wärmeverbundes erste Ende nächsten Jahres gerechnet werden kann, muss in den erwähnten Gebäulichkeiten die Erzeugung von Wärme mit einem provisorischen System bewerkstelligt werden. Denn für lediglich ein paar Monate Überbrückungszeit eine neue Heizung einzubauen, ist zu kostspielig.

Die AEW Energie AG bietet eine Lösung an mit mobilen Heizzentralen, von denen je eine beim Neubau der NAB (Neue Aargauer Bank) am Zollrain 9 und auf dem Gustav-Kalenbach-Platz für die Liegenschaft Kirchgasse 8 vorgesehen ist. Die Apparatur auf Anhängerbasis (Einachser) kann an den vorgesehenen Standort gefahren und dort eingerichtet werden. Dazu gehört die Installation von provisorischen Kaminen bei jedem Haus. Das Baugesuch für die Heizzentrale bei der NAB lag bis zum 1. Oktober in der Bauverwaltung öffentlich auf, während das Gesuch für den Standort Kirchgasse 8 noch bis zum 15. Oktober einsehbar ist.

Eventuell noch weitere mobile Heizzentralen

Wie vom Projektverfasser bei der AEW Energie AG in Aarau, Jürg Frutiger, zu erfahren war, werden als Übergangslösung bis Ende nächsten Jahres in Rheinfelden eventuell noch weitere mobile Heizzentralen zum Einsatz gelangen und zwar bei Liegenschaften, die in dieser Zeit saniert werden. Die AEW Energie AG wurde von der Stadt Rheinfelden als Wärmecontractor ausgewählt. Sie finanziert, baut und betreibt den Wärmeverbund. Dazu soll Abwärme aus verschiedenen Produktionsprozessen und aus der Vorkläranlage der Feldschlösschen Getränke AG genutzt werden.