Vom «Roten Löwen» über die Stadthalle bis hin zur Burgmattschule bot die 67. Auflage der Laufenburger Herbstmesse (Hela) ein herrlich buntes Treiben. Die vielen Besucher aus nah und fern liessen sich mit Vergnügen davon einfangen. Auch wenn der Himmel an diesem Wochenende eher wolkenverhangen war, präsentierte sich der Herbst dennoch in seinen schönsten Farben.

Nicht nur in den Festbeizli wurden kulinarische Köstlichkeiten angeboten, auch an den Ständen gab es jede Menge Leckerein. Mützen, Handschuhe, dicke Jacken und vieles mehr erinnerten daran, dass der Winter ganz sicher bald kommt, ebenso gaben Schmuck und Spielwaren Denkanstösse für das Weihnachtsfest.

Wie jedes Jahr staunten die Kleinsten, wie Clown Mimo allerlei tierische Ballons zauberte und ihnen schenkte, südamerikanische Volksmusik lud ein zum träumen. In der Stadthalle zeigte das heimische Gewerbe, wie man mit einem kuscheligen Kamin, einem Sprung in den warmen Whirlpool, anregendem Hochprozentigen oder vielen Ratschlägen für gute Gesundheit problemlos durch die kalten Monate kommen kann. Und die Reisebranche riet zu einem Trip in die Sonne, wenn es hier ungemütlich wird. Die passenden Strassenflitzer standen schon parat.

Premiere für Mundart-Chor

Einen Ausflug in die Vergangenheit von Laufenburg im Postkartenformat bot die Ausstellung von Egon Gerteis. Seit 50 Jahren sammelt er Postkarten, 700 Stadtansichten waren auf dieser Messe zu sehen. Die Älteste stammt aus dem Jahr 1893, eine Glückwunschkarte zum Jahreswechsel und gleichzeitig älteste Fotokarte von Laufenburg. Weiter waren solche Raritäten zu sehen wie Mondscheinkarten, Prägekarten oder ausziehbare Leporello-Karten. Das Interesse dafür war sehr gross.

Auf der Showbühne Burgmatt wurde einmal mehr ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Volkstänzen, Karate-Vorführungen und Musik gezeigt. Eine Generalprobe an diesem Nachmittag für ihr erstes Konzert Ende Oktober war der Auftritt der Sängerinnen und Sänger der Formation «Klangtastisch» aus Mumpf unter Leitung von Dani Kalt. Der rockige Mundart-Pop-Chor wurde erst vor wenigen Monaten gegründet und präsentiert bekannte Hits auf Schweizer Mundart, wie zum Beispiel das Lied «We are the world» - gesungen jetzt «Mir si d Wält».

Ein besonderer Leckerbissen war die Hobbyausstellung auf drei Ebenen von Künstlern aus der nahen Region in der Kultschüür. Was da an grossartig kreativen Dingen oftmals eher im verborgenen entsteht, ist enorm.

Vielfältige Ausstellung

Mit «Laidenschaft in Holz» wusste zum Beispiel Roland Berger aus Rheinfelden zu begeistern. Hedwig Hügle aus Gansingen stellte erstmalig öffentlich ihre Vielfalt an Keramikarbeiten aus. Mit farbenfrohen Bildern auf Seidenpapier regte Roxani Suter (Laufenburg) zum Träumen an. Pia Ulrich, Kunst- und Gestaltungstherapeutin aus Oberhofen, will mit ihren Puppen, Karten, Scherenschnitten sowie Silber-und Glasarbeiten in ihrem Atelier Begegnungen fördern, anregen und motivieren.Zu bewundern war die Serviettentechnik von Katharina Berger aus Eiken, Reliefbilder von Iris Liebwein aus Murg, Holzspielzeug von Rey Gaston aus Mumpf, lustig bunt bemalte Stühle von Monica Steffen aus Muttenz und die hochaktuelle, nachdenkliche Keramikarbeit «Auf der Flucht» von Susan Agustoni aus Möhlin.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der 40 Drehörgler und des leckeren Apfelmarktes, Stadtführungen gab es gratis das gesamte Wochenende und natürlich wieder viel Musik. Nur der Heli musste wegen des trüben Wetters nicht so oft in die Luft gehen.