Eiken

Hauseigentümerverband Fricktal will Eingriffe ins Eigentumsrecht bekämpfen

Präsidentin Regula Senn vom Hauseigentümerverband Fricktal hält an der 63. Generalversammlung im kulturellen Saal Rückblick. pro

Präsidentin Regula Senn vom Hauseigentümerverband Fricktal hält an der 63. Generalversammlung im kulturellen Saal Rückblick. pro

Die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative und des Raumplanungsgesetzes tangiert die Eigentumsrechte der Grundeigentümer. Der Hauseigentümerverband Fricktal wehrt sich gegen problematische Eingriffe, wie an der Generalversammlung zu vernehmen war.

Der Hauseigentümerverband Fricktal (HEV) baut seine Dienstleistungen für seine Klientschaft kontinuierlich aus und positioniert sich politisch klar. Das von Christian Lässer, Geschäftsstellenleiter, geführte Sekretariat erfährt mit seinem Katalog an Dienstleistungen regen Zuspruch. Zunehmend sind die Anfragen, die sich um Stockwerkeigentum drehen, informierte Präsidentin Regula Senn an der 63. Generalversammlung im kulturellen Saal in Eiken vor rund 250 Besuchern.

Politische Akzente setzte derHauseigentümerverband bei den Diskussionen für die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative, wo der Schutz des Besitzstandes und der Planungssicherheit im Mittelpunkt standen. Auch bei der Umsetzung des Raumplanungsgesetzes sollen problematische Eingriffe ins Eigentumsrecht verhindert werden.

Für den seit einem Jahr freien Sitz wählte die Versammlung mit Roland Lenzin, dipl. Techniker und Inhaber von Erhard und Lenzin Architekten TS GmbH, Laufenburg, einen Spezialisten für nachhaltiges Bauen und Eigentumswohnungen in den Vorstand. Die neun Traktanden umfassende Geschäftsliste wurde innert nur 45 Minuten ganz im Sinne des Vorstandes abgehandelt.

Budget von 240 000 Franken

Einzig bei der Präsentation des Budgets kam Sand ins Getriebe. Denn einem Votanten stiess die beinahe verdoppelte Budgetposition der Vorstandsentschädigung sauer auf. Er machte den Versammelten eine Erhöhung um 25 Prozent beliebt, wobei die Entschädigung in drei Jahren weiter erhöht werden könne. Die Entschädigung hatte sich seit 2001 nicht verändert.

Der Vorstoss fand jedoch an der Generalversammlung kaum bei einem halben Dutzend Mitglieder Gefallen, sodass die im rund 240 000 Franken umfassenden Budget eingesetzte Vorstandsentschädigung von 5400 auf 9300 Franken erhöht werden kann.

Energetische Sanierung vorgestellt

«Ein Lehrstück aus eigener Erfahrung» präsentierte Christoph Sibold, Architekt und Energie-Ingenieur von der Fachhochschule Nordwestschweiz, in einem informativen und reich an Beispielen bebilderten Vortrag über die energetische Sanierung seiner Altliegenschaft.

Ohne Beschönigungen ging er auf gesetzliche, finanzielle und architektonische Probleme ein, welche mit sinnvollen Kompromissen gelöst werden konnten. Er besitzt nun ein Einfamilienhaus, das energetisch besser abschliesst als ein Neubau.

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