Mettauertal
Hausarzt- trotz Generationen-Wechsel gut verlaufen

Erik Hartenburg hat die Öffnungszeiten der Praxis erweitert, der Patientenstamm wächst. Der Hausarzt zieht nach zehn Monaten in Mettauertal eine positive Bilanz.

Marc Fischer
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Die Hausarztpraxis in Mettauertal ist in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Mettau untergebracht. sh

Die Hausarztpraxis in Mettauertal ist in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Mettau untergebracht. sh

Seit Anfang Jahr ist Erik Hartenburg in Mettauertal als Hausarzt tätig. Sein Vorgänger Walter Ganz hatte nach über 20 Jahren Praxistätigkeit im Ort seine Praxis an die Asana-Gruppe verkauft, in der die Spitäler Leuggern und Menziken vereint sind. Hartenburg ist in der Praxis «eingemietet, aber ansonsten vollkommen unabhängig», wie er betont. Nach zehn Monaten zieht er eine positive Bilanz. «Ich wurde gut aufgenommen, die Leute haben sich gefreut, dass die Praxis im Ort bestehen bleibt.» Und weiter: «Wir haben neu täglich ausser am Freitag den ganzen Tag geöffnet. Mit den erweiterten Öffnungszeiten ist auch der Patientenstamm gewachsen.»

Erik Hartenburg: «Ich wurde gut aufgenommen, die Leute haben sich gefreut, dass die Praxis im Ort bestehen bleibt.»

Erik Hartenburg: «Ich wurde gut aufgenommen, die Leute haben sich gefreut, dass die Praxis im Ort bestehen bleibt.»

sh

«Würden es wieder machen»

Auch die Asana-Gruppe als Vermieterin der Praxis ist zufrieden. CEO Alfred Zimmermann sagt: «Aus meiner Optik ist der Arztwechsel von Walter Ganz zu Erik Hartenburg gut verlaufen, mit den üblichen Schwierigkeiten, welche bei einem Generationenwechsel vorkommen können.» Das Engagement der Asana-Gruppe in Mettauertal bleibe zwar eine Ausnahme im Fricktal, so Zimmermann, «aber wir würden es definitiv wieder machen. Uns war wichtig, dass die Gemeinde Mettauertal ihre Praxis behalten kann.»

Schliesslich sei eine Arztpraxis am Ort ein Stück Lebensqualität. Aus diesem Grund sei die Asana-Gruppe in der Umgebung ihrer Spitäler weiter aktiv und helfe Hausärzten bei ihrer Nachfolgeregelung. «Ob dies Käufe oder Beteiligungen sind, wird immer Bestandteil der Verhandlungen sein», so Zimmermann.

Auf Zuweisungen angewiesen

Er verhehlt allerdings nicht, dass auch privatwirtschaftliche Kriterien und die Hoffnung auf mehr Patienten im Spital Leuggern, beim Praxiskauf eine Rolle spielten. Das Spital Leuggern habe per 30. September rund 200 stationäre Patienten mehr behandelt als im Vorjahr 2013, so der CEO der Asana-Gruppe weiter. «Exakte Zahlen über die Herkunft der Patienten haben wir noch nicht ermittelt.» Fest stehe aber, «dass unsere Spezialisten auf Zuweisungen aus der weiteren Region angewiesen sind.» Und solche Zuweisungen habe es in den vergangenen zehn Monaten auch aus der Praxis von Erik Hartenburg in Mettauertal gegeben.

Der Hausarzt selber betont allerdings: «Ich arbeite mit allen Kliniken und Spitälern der Region gut und gerne zusammen.» Zwar sei er weiterhin «formal Belegarzt am Spital Leuggern», aber er habe in den vergangenen zehn Monaten diese Vereinbarung noch nie genutzt. Zudem könnten die Patienten selber entscheiden, in welchen Spitälern sie sich behandeln lassen wollen. «Theoretisch sogar im Tessin», so Erik Hartenburg.