Zuzgen
Hauptstrasse sicher überqueren: Gemeinde sucht das Gespräch mit Petitionärin

Nach einer Petition setzt sich der Gemeinderat mit Querungsmöglichkeiten an der Hauptstrasse in Zuzgen auseinander. Die Gemeinde betont, das Anliegen ernst zu nehmen.

Nadine Böni
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Anja Meyer will mittels Petition unter anderem erreichen, dass eine Mittelinsel den bestehenden Fussgängerstreifen an der Zuzger Hauptstrasse ergänzt.

Anja Meyer will mittels Petition unter anderem erreichen, dass eine Mittelinsel den bestehenden Fussgängerstreifen an der Zuzger Hauptstrasse ergänzt.

Nadine Böni

57 Unterstützer forderten auf petitio.ch, der Petitionsplattform der Aargauer Zeitung, mehr Querungsmöglichkeiten an der Zuzger Hauptstrasse. Der Gemeinderat wird sich in den nächsten Tagen mit der Petitionärin zum Gespräch treffen. «Dabei geht es darum, dass sie uns ihr Anliegen und ihre Beweggründe persönlich erklären kann», sagt Gemeindeammann Heinz Kim. «Wir haben Verständnis, dass das ein Thema ist. Gerade Eltern wünschen sich für ihre Kinder doch einen möglichst sicheren Kindergarten- und Schulweg.»

Die Petition fordert, den bestehenden Fussgängerstreifen beim Schulhaus mit einer Mittelinsel auszustatten und zwei zusätzliche Querungsstellen mit Mittelinseln zu errichten, beim Volg und bei der Einmündung der Lohnbergstrasse.

Es sei nicht das erste Mal, dass der Wunsch nach mehr Querungsmöglichkeiten laut werde, sagt Kim. In der Vergangenheit aber blieben entsprechende Vorstösse beim Kanton erfolglos. Dieser macht bei neuen Strassenquerungen genaue Vorgaben, was Fahrzeug- und Fussgängerfrequenz angeht.

Sind Inseln realistischer?

Allerdings ging es bei den Vorstössen in der Vergangenheit um Fussgängerstreifen, nicht um -inseln. Das könnte nun entscheidend sein: «Für Verkehrsinseln ohne Fussgängerstreifen gibt es keine definierten Werte», sagt Kai Schnetzler, Leiter der kantonalen Sektion Verkehrssicherheit. «Die Vorgaben, die erfüllt sein müssen, sind aber sicher niedriger als bei einem Fussgängerstreifen.»

Das dürfte den Petitionären Hoffnung geben. «Auf Wunsch der Petitionärin werden wir nach dem Gespräch gerne noch einmal an den Kanton gelangen. Schliesslich hat sich nun wieder gezeigt, dass mehr Querungsmöglichkeiten ein Bedürfnis sind», sagt Kim.

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