36. Ausgabe

Harziger Vorverkauf am Schupfart Festival – kein Tag ist ausverkauft

OK-Präsidentin Doris Müller hat den Überblick über den «Schupfart Festival»-Aufbau – etwa über die Installation der Elektrik und Bühne. nbo

OK-Präsidentin Doris Müller hat den Überblick über den «Schupfart Festival»-Aufbau – etwa über die Installation der Elektrik und Bühne. nbo

Schupfart Die Aufbauarbeiten für das «Schupfart Festival» laufen nach Plan – der Vorverkauf hat allerdings geharzt.

Doris Müller ist eine gefragte Frau an diesem Donnerstagmorgen. Auf dem Gelände des Schupfarter Flugplatzes laufen die Aufbauarbeiten für das Schupfart Festival, das am Freitagabend in die 36. Ausgabe startet. Fast ständig steht einer der vielen Helfer mit einer Frage bei der OK-Präsidentin. Wer holt die Garnituren? Wo sind die Kühlschränke? Wo die Stapler? Wie werden die Lichterketten installiert? Wie Sponsoren-Geschenke verteilt? «Die Themen wechseln minütlich», sagt Müller und lacht.

Der Stress der Vorbereitungen scheint ihr nichts anhaben zu können. Nach dem Festival 2015 hat Doris Müller das OK-Präsidium übernommen. Souverän und ruhig beantwortet sie die Fragen, fällt Entscheidungen, gibt Anweisungen. «Von aussen mag vieles chaotisch wirken. Aber so ist es halt, wenn überall gearbeitet wird», sagt Müller. Sie sei bloss eines von vielen Rädchen, die es für das Festival allesamt brauche. Viele der Helfer haben jahrelange Erfahrung. «Wir sind ein eingespieltes Team und jeder weiss, was er zu tun hat», sagt Müller.

Country bleibt das Sorgenkind

Nicht ganz so problemlos wie der Aufbau verlief in diesem Jahr der Vorverkauf. «Kein Festival-Tag ist ausverkauft», sagt Müller. Etwas überraschend kommt dies vor allem bei der «Pop-Rock-Night» von heute Freitag. In der Vergangenheit waren für diesen Abend oft schon im Voraus keine Tickets mehr zu haben – auf den Werbeplakaten in der Region wurden entsprechend rote «Ausverkauft»-Kleber angebracht. In diesem Jahr fehlen sie. Die Vorverkaufszahlen lägen «leicht unter den Erwartungen», sagt Müller. Den Grund dafür sieht sie bei Headliner Trauffer. Der selbst ernannte «Alpentainer» hat erst kürzlich für den November ein Konzert im Hallenstadion angekündigt. «Das spüren wir nun bei den Vorverkaufszahlen», sagt Müller.

Schon seit einiger Zeit ein Sorgenkind ist die «Country-Rock-Night» am Samstagabend. Das Genre Country darbt hierzulande. Die Veranstalter haben daher rockige und poppige Elemente eingebaut. «Wir hoffen, dass sich dadurch ein breiteres Publikum angesprochen fühlt», sagt Müller. Vorerst wolle man an diesem Konzept festhalten und der Neuerung eine Chance geben, sich zu etablieren. Müller spricht ausserdem von einem «Country-Hype» in den USA. «Vielleicht wird dieses Genre auch bei uns wieder populärer», sagt sie.

Bestes Beispiel dafür, dass dies passieren kann, ist der Schlager. Die Schlager-Party am Festival-Sonntag – vor Jahren selber noch ein Sorgenkind – hat sich zu einem regelrechten Steckenpferd entwickelt. Dank des Schlager-Revivals um Helene Fischer, Beatrice Egli oder dem diesjährigen Festival-Act Maite Kelly.

Öffentlichen Verkehr nutzen

Über die gesamten drei Tage rechnet Doris Müller mit gut 10 000 Besucherinnen und Besuchern. Sie weist darauf hin, dass die Zufahrt zum Festival-Gelände derzeit erschwert ist. Sowohl in Wegenstetten als auch in Schupfart wird an der Kantonsstrasse gebaut. In beiden Orten gibt es deshalb eine Ampel. Müller bittet die Besucherinnen und Besucher denn auch, frühzeitig anzureisen. Ab den Autobahnausfahrten ist die Anfahrt zum Festival mit Wegweisern signalisiert. Von Schupfart her kann so das Rotlicht umfahren werden.

Ausserdem empfiehlt Müller, falls möglich den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Das Eintrittsticket zum Festival berechtigt am Veranstaltungstag zur kostenlosen An- und Rückreise im ganzen Gebiet des Tarifverbundes Nordwestschweiz. Der Fahrplan sowie die Abfahrtszeiten der Shuttlebusse sind auf der Homepage des Festivals aufgeschaltet.

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