Laufenburg

Handwerk, Musik, Kunst und Mystik an Laufenburger Kulturnacht

Das Wetterglück stand ganz auf der Seite der zahlreichen Besucher der siebten, grenzüberschreitenden Kulturnacht in Laufenburg. Gut gelaunt flanierte das Volk durch beide Städte und freute sich an der Fülle an Attraktionen in beiden Städten.

Es gab viele attraktiven Angebote, die diesmal alle auf kurzer Distanz und zu Fuss erreicht werden konnten. Die ausgesprochen milden, spätsommerlichen Temperaturen luden ein, den Abend auch bei einem guten Glas Wein im Freien zu geniessen.

Breite künstlerische Palette

Stadtammann Rudolf Lüscher, Bürgermeisterstellvertreterin Gabi Schäuble aus der Schwesterstadt auf der deutschen Seite sowie Koordinator Roy Oppenheim eröffneten im Museum Schiff den erlebnisreichen Abend, freuten sich nicht nur über die breite künstlerische Palette von Musik, Buchlesungen, Theater, Ausstellungen, altes Handwerk und Keramik bis hin zur Mystik der Druiden, sondern auch, dass unter den insgesamt 18 Ausstellern wieder neue Elemente hinzugekommen sind. So zum Beispiel das Atelier von Edita Soldati und Ursus Muff sowie die Galerie von Simone Urbanke. Ganz besonders aber hoben die Veranstalter die einzigartige Atmosphäre an der Kulturnacht hervor. Oppenheim hat die Kulturnacht massgeblich mit lanciert und begleitet sie seitdem mit grosser Professionalität.

Den musikalischen Auftakt übernahmen symbolträchtig auf der alten Rheinbrücke vor einzigartigem Panorama Debora Lavagnolo (Gesang) und Angelo Salerno (Keyboard) mit fantasievollen Märchen von Feen und dem immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse.

Nägel und Schuhwerk geschmiedet

In der alten, fahrbaren Nagelschmitte aus Sulz hatten Hanspeter und Gerhard Schraner das Feuer entfacht, um dem Publikum zu zeigen, wie früher Nägel für eher grobes, festes Schuhwerk entstanden. Diese Tätigkeiten übernahmen oftmals Bauernfamilien in den Wintermonaten.

Im Druidenhaus vermittelte Peter Widmer altes keltisches Wissen mit viel direktem Bezug und Rückbesinnung zu Natur, Stille und Ruhe. 5 Schauspielerinnen des Wiwa-Theaters mit Regisseur Martin Willi improvisierten fliessende Standbilder, zeigten eindrücklich Emotionen wie Angst, Liebe, Wut oder Trauer.

Zu Kurzführungen in den prächtigen Saal des 1525 errichteten Gerichtsgebäudes hatte Hans Köhler vom Museumsverein eingeladen. Er hatte Interessantes parat über den imposanten Kachelofen aus dem Jahr 1774, der mit Stuck reich verzierten Decke und den drei Ölbildern, welche die österreichische Kaiserin Maria Theresia, ihren Gemahl Franz sowie ihren Sohn Josef II. zeigen.

Umgeben vom Ambiente der Keramikwerkstatt Nika Schudels las Schauspieler und Sozialarbeiter Daniel Quennoz Texte verschiedener Autoren.

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