Rheinfelden

Haltlose Vermutung: Stadtgeiss nicht verhungert – sie starb an Wurmbefall

Drei Zwerggeissen im Rheinfelder Gehege.

Drei Zwerggeissen im Rheinfelder Gehege.

Nach dem Tod einer Zwerggeiss im Gehege der Stadt Rheinfelden wurden Vorwürfe laut, die Geissen müssten hungern. Das kantonale Veterinäramt kommt nun aber zum Schluss, dass sich die Geissenherde in einem guten Zustand befindet.

Vor 10 Tagen starb in Rheinfelden im Gehege der Stadt eine Zwerggeiss. In der Folge erhoben Tierpflegerin Esther Senn und ihr Partner Ruedi Müller schwere Vorwürfe (die az berichtete). Die Stadtgeissen würden vernachlässigt und erhielten zu wenig Futter, so die Anschuldigungen. «In diesem Winter sind schon drei Geissen verhungert», so Esther Senn letzte Woche.

Eine Autopsie ergab bereits vor Wochenfrist, dass die verstorbene Ziege einen «sehr mageren Nährzustand» aufwies und von Würmern befallen war. Die Stadt Rheinfelden zog daraufhin das kantonale Veterinäramt bei. Dessen Bericht liegt nun vor. Der Bericht bestätige, dass die Zwerggeiss in sehr hohem Alter an Wurmbefall verendet sei, heisst es in eine Mitteilung der Stadt Rheinfelden.

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Und weiter: «Die Untersuchung der ganzen Herde ergab, dass diese in einem guten Zustand ist.» Zwar seien Parasiten gefunden worden, dies sei bei Geissen aber nichts Unübliches. Aufgrund des milden Winters werde nun eine zusätzliche Entwurmung vorgenommen. «Die Vermutung, eine Geiss im Gehege vor dem Tor der Stadt Rheinfelden sei verhungert, erweist sich als haltlos», heisst es weiter. «Wie der Amtstierarzt bestätigt, ist die Haltung der Tiere artgerecht, Gehege und Fütterung sind grundsätzlich in Ordnung.»

Der Parasitenbefall werde künftig strenger überwacht und einige Vorschläge des Amtstierarztes, wie mit einfachen Mitteln die Haltung optimiert werden kann, werden berücksichtigt. Die verstorbene Zwerggeiss war laut Bericht 14 Jahre alt – das durchschnittliche Alter liegt bei 15 Jahren.

Die Stadt betont: «Im Unterschied zur normalen Nutztierhaltung werden die Geissen der Stadt Rheinfelden bis zum natürlichen Tod gehalten und gepflegt.» So mussten 2013 zwei Geissen nach Konsultation des Tierarztes krankheitsbedingt eingeschläfert werden.

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