Handball, Turnen, Musik – Roger Wendelspiess, Vizeammann von Wegenstetten, freut sich über das aktive Vereinsleben in der rund 1100-Einwohner grossen Gemeinde. Weniger erfreulich für die Gemeinde ist jedoch, dass der Platz, den die Mehrzweckhalle Lampet bietet, nicht mehr für den Bedarf ausreicht. «Der Gemeinderat hat sich mit den Präsidenten aller ortsansässigen Vereine an den Tisch gehockt. Schnell war klar, dass mehr Platz her muss», erzählt Wendelspiess. 

Gemeinsam mit den Vertretern der Vereine und unter Beizug des Architekturbüros Steck + Partner in Rheinfelden habe man verschiedene Projektvarianten zur Schaffung neuer Räumlichkeiten geprüft, sagt Wendelspiess. «Ein Anbau der Mehrzweckhalle hat sich als zweckdienlichste Lösung herausgestellt.» Weil das Projekt von den Vereinen initiiert wurde, habe die Gemeindeversammlung vom Juni dieses Jahres dem entsprechenden Baukredit in Höhe von 1,4 Millionen Franken auch mit grosser Mehrheit zugestimmt. Ab Mittwoch, 19. Dezember liegt das Baugesuch für den Ausbau der Mehrzweckhalle öffentlich auf. «Ich gehe nicht davon aus, dass es zu Einsprachen kommen wird», so Wendelspiess. 

Fertigstellung Ende 2019 

Läuft alles wie vorgesehen, erfolgt der Baustart im April/Mai. «Geplant ist, dass die Mehrzweckhalle bis Ende des Jahres fertiggestellt ist», sagt Wendelspiess. Durch den Anbau – dieser erhält zwei getrennte Räume – kann die neue Mehrzweckhalle von mehreren Vereinen parallel genutzt werden. Die Kosten alleine für den Erweiterungsbau belaufen sich auf rund eine Million Franken. 

Neben dem Anbau werden im bestehenden Teil der Mehrzweckhalle räumliche Umgestaltungen vorgenommen. Vorgesehen ist insbesondere die Verlegung der Küche und der Toilettenanlagen. Weiter ist der Einbau einer Schiebewand als Bühnenabschluss vorgesehen. Zudem soll die alte Bühnenbeleuchtung durch moderne LED-Scheinwerfer ersetzt werden. «Die Arbeiten am bestehenden Teil der Mehrzweckhalle werden alle in den Sommerferien ausgeführt, sodass es zu möglichst geringen Einschränkungen der Hallennutzung für die Vereine kommt», sagt Wendelspiess.