Eiken
Gutmütige Schönheiten mit weissblonder Mähne

Zehn Fohlen stellten sich am Samstag in der Eiker Reithalle dem kritischen Blick der Preisrichter vom Schweizerischen Haflingerverband. Fohlen Stuart überzeugte am besten.

Hans Christof Wagner
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Haflinger-Pferde zeichnen sich durch ihre hellen Farben aus
8 Bilder
Stuten und Fohlen traten bei der Schau in der Eikener Reithalle gemeinsam auf
Die Jury nahm die Fohlen genau in Augenschein
Pferdeschau in Eiken
Bei der Fohlenschau mussten Tier und Mensch gut miteinander harmonieren
Alles musste genau stimmen
Auf die Bewegung kam es bei der Fohlenschau am meisten an
Auch Ashanti schnitt bei der Fohlenschau gut ab

Haflinger-Pferde zeichnen sich durch ihre hellen Farben aus

AZ

Nummer 7 macht am Ende unter den Hengstfohlen das Rennen: Stuart, geboren am 27. März. Die Mutter heisst Arizona. Mutter und Sohn stammen aus dem Stall von Robert Glauser aus Olsberg. «Ich wusste, dass er gut in der Bewegung ist, aber ich kannte die Konkurrenz nicht», sagt Glauser. Dass Stuart tatsächlich gut in der Bewegung ist, würdigt auch Preisrichter Fritz Grossen: «Es gibt ganz kleine Abstriche im Körperbau, aber die Bewegung hat uns absolut überzeugt. In dieser Kategorie holt Stuart mit neun Punkten die Höchstzahl.

Doch ob Hengst- oder Stutfohlen – in die Wertung gehen stets drei Prüfbereiche ein: Typ, Körperbau und Bewegung. Mutter und Nachwuchs meistern die Prüfung gemeinsam. «Die Fohlen einzeln vorzuführen, würde nicht funktionieren, dazu sind sie zu sehr an die Stuten gewöhnt», sagt Barbara Stanca, Präsidentin des Vereins Haflinger Nordwestschweiz. «Am wichtigsten ist die Bewegung, sie sollte raumgreifend, elastisch und taktvoll sein.» So kommt es darauf an, dass die Züchter und ihre Helfer der Jury einen guten Eindruck vom Fohlen vermitteln. Es sollte bestenfalls die gesamte Länge der Eikener Reithalle für sich nutzen – im Schritt und im Trab.

Haflinger sind Allrounder

So können die Wertungsrichter einschätzen, ob aus dem Fohlen einmal ein gutes Reitpferd wird. Obwohl – Haflinger gelten ja als Allrounder, zum Reiten, Fahren und als Freizeitpferd gleichermassen geeignet, gutmütig und doch temperamentvoll. Mit einem Stockmass von 1,40/1,50 Meter sind sie nicht allzu gross. Beliebt sind ihr helles Braun und Mähne und Schweif in weissblond. «Goldfuchs gilt als Ideal», erzählt Barbara Stanca. Und: «Weisse Füsse sind nicht so gut.»

Haflinger-Pferde zeichnen sich durch ihre hellen Farben aus

Haflinger-Pferde zeichnen sich durch ihre hellen Farben aus

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«Lange Beine, eleganter Kopf», so bezeichnet Juror Daniel Steinmann Liana, das Gewinnerfohlen bei den Stuten. Nun ist die Mutter namens Li-May auch schon sehr erfahren. Liana ist ihr elftes Fohlen. «Und die davor haben auch schon fast alle gewonnen», berichtet Züchter Walter Rohrer. Dabei sind die zehn Fohlen, die sich der Jury präsentieren, fast alle Halbgeschwister. Acht von den zehn haben Studebaker als Vater – ein Haflinger-Hengst, der in diesem Jahr zum ersten Mal Nachwuchs bekommen hat.

«Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben», sagt Barbara Stanca. Denn um die Zucht steht es nicht mehr so gut. Bis zu 40 Fohlen bei einer Schau waren früher keine Seltenheit. «Damals wurde die Pferdezucht in der Schweiz auch noch vom Staat subventioniert.» Auch Preisrichter Daniel Steinmann lobt gegen Ende der Veranstaltung in der Reithalle Eiken die Bereitschaft der Teilnehmer, sich dem Aufwand der Pferdezucht noch zu stellen.

Doch auch die Fohlen müssen zum Abschluss noch einmal ran – zum Chippen durch Tierarzt André Treier aus Frick.