Gutes Geschäftsjahr mit einem Novum

Die Covid-19-Pandemie beeinflusste den Betrieb der Schützen Rheinfelden AG.

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Die Schützen Rheinfelden AG konnte ihr Geschäftsjahr 2020 mit gutem Ergebnis abschliessen – trotz des ausserordent- lich anspruchsvollen Jahres mit Einschränkungen und Lockdown. Albi Wuhrmann, CFO der Schützen Rheinfelden AG und Vorsitzender der Geschäftsleitung 2020, zeigt sich zufrieden: «Unser Klinik-im-Hotel-Konzept hat sich in der Krise erneut als flexibles und gleichzeitig sehr starkes Modell bewiesen.»

Auch die «umsichtige Finanzplanung» habe sich bewährt: «Wir konnten aus den umfassenden Reserven der vorangegangenen Jahre schöpfen», so Wuhrmann. Die Schützen Rheinfelden AG kam ohne Bundeskredite und ohne À-fonds-perdu-Beiträge durch das Pandemiejahr und konnte die Liquidität des Unternehmens zu jedem Zeitpunkt gewährleisten.

Notrecht – die Krise brachte der Klinik ein Novum

Zum ersten Mal in der Geschichte des Schützen wurde die Klinik während des Lockdowns vom Kanton Aargau unter Notrecht gestellt. «Die Massnahmen waren eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten, musste doch die Anzahl der Patientinnen und Patienten vorübergehend reduziert werden», heisst es in einer Mitteilung zum Geschäftsjahr. Gleichzeitig war die Betreuung unter den erschwerten Bedingungen aufwendig.

In finanzieller Hinsicht sind die Resultate der Klinik dennoch erfreulich: Ab Jahresmitte war die Klinik stationär konstant sehr gut belegt. Positiv entwickelte sich auch die Auslastung in den Ambulatorien Rheinfelden und Aarau. Die Psychotherapeutische Tagesklinik lag trotz coronabedingten Ausfällen sogar über dem Vorjahresniveau.

Gastronomie spürte die Lockdowns

Die drei Restaurants Schiff am Rhein, Schützen und Eden im Park blicken auf ein durchzogenes Jahr zurück. Es konnten alle Mitarbeitende weiter beschäftigt werden, und Mitarbeitende, welche auf Kurzarbeit gesetzt wurden, erhielten weiterhin den vollen Lohn. Nach Ende des ersten Lockdowns profitierten die Restaurants im Sommer und im Herbst von ungewöhnlich warmen Temperaturen und zahlreichen Gästen in den Gärten und auf den Terrassen. «Dies ermöglichte erfreuliche Umsatzzahlen in der Gastronomie», heisst es weiter.

Neuer Fahrplan zur Wiedereröffnung des Schützen

Durch die Kündigung des Vertrags mit der beauftragten Generalunternehmung (die AZ berichtete) wird sich die Wiedereröffnung des Schützen auf 2022 verzögern. Derzeit berei-te die Leitung des Schützen zusammen mit der Schützen Rheinfelden Immobilien AG den Neustart für die noch ausstehenden Modernisierungsmassnahmen vor, heisst es. Nach Abschluss der formal notwendigen Schritte werden die Arbeiten fortgesetzt. Die Wiedereröffnung wird aller Voraussicht nach in der zweiten Jahreshälfte 2022 stattfinden.

Der Verwaltungsrat plant derweil die anstehenden Nachfolgen, namentlich von Albi Wuhrmann, der sich per Ende 2021 aus der Geschäftsleitung zurückzieht. Er wird dem Schützen in seinen Funktionen im Stiftungsrat und in den Verwaltungsräten aber weiterhin mit einem Teilpensum zur Verfügung stehen.

Wechsel im Verwaltungsrat stehen an

Auch im Verwaltungsrat der Schützen Rheinfelden AG stehen mit den Rücktritten von Samuel Rom und Matthys Dolder per Generalversammlung 2022 Nachfolgeregelungen an.

«Mit den anstehenden Neubesetzungen dieser Schlüsselpositionen wird der Übergang von einer Eigentümer geführten Unternehmung zu einem Betrieb mit Führungskräften oh- ne Besitz fortgeführt», heisst es dazu. Dieser Wechsel war bereits mit der Stiftungslösung initiiert worden. Auch in der Schützen Rheinfelden Immobilien AG steht eine Veränderung an: Chris Leemann, langjähriger Vizepräsident, wird an der kommenden Generalversammlung im Juni 2021 zurücktreten. (az)