Laufenburg
Gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch

Thomas Jakopp gab Schülern Tipps fürs Vorstellungsgespräch bei der Lehrstellensuche. Voraussetzung für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch ist unter anderem eine gute Vorbereitung.

Cornelia Thürlemann
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Thomas Jakopp aus Kaisten, ein ausgewiesener Fachmann im Personalbereich, gibt der Bezirksschulklasse 4 c in Laufenburg Tipps fürs Vorstellungsgespräch, rechts die Klassenlehrerin Edith Kälin. cth

Thomas Jakopp aus Kaisten, ein ausgewiesener Fachmann im Personalbereich, gibt der Bezirksschulklasse 4 c in Laufenburg Tipps fürs Vorstellungsgespräch, rechts die Klassenlehrerin Edith Kälin. cth

In diesen Wochen werden zahlreiche Jugendliche zu Vorstellungsgesprächen für eine Lehrstelle eingeladen. Thomas Jakopp, Personalverantwortlicher in höchsten Führungsfunktionen in der Chemie, erzählte der Klasse 4c der Bezirksschule Laufenburg, worauf es bei einem Vorstellungsgespräch ankommt.

Lehrerin Edith Kälin begleitet ihre Klasse seit langer Zeit bei der Berufswahl. Regelmässig führt sie mit den Schülerinnen und Schülern Einzelgespräche und unterstützt sie dabei, einen für sie passenden Beruf zu finden. «Die Hälfte der Klasse möchte eine weiterführende Schule besuchen, die andere Hälfte möchte eine Lehre machen», berichtet sie der az Aargauer Zeitung.

4 Schüler haben den Lehrvertrag bereits unterschrieben, dies für eine Automatiker- (2), Informatiker- und eine Verwaltungslehre. «Wichtig ist mir, dass alle eine zweite Möglichkeit haben, wenn sich ihr Wunsch-Berufsweg nicht erfüllt», sagt die Lehrerin.

Nun, da die Vorstellungsgespräche für die Lehrstellen bevorstehen, hat sie Thomas Jakopp aus Kaisten, einen ausgewiesenen Fachmann im Bereich Personal, in die Klassenstunde eingeladen. Jakopp war als Personalverantwortlicher in der Chemie zwar nicht für die Lehrlinge, sondern für Besetzung der Topkader zuständig, doch die Regeln für die Vorstellungsgespräche seien ähnlich, erklärte der Personalverantwortliche.

Den Ausbildungsbetrieb kennen

Voraussetzung für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch sei eine gute Vorbereitung, betonte Thomas Jakopp. Einerseits müssten die Jugendlichen den Ausbildungsbetrieb sehr gut kennen, andrerseits müssten sie erklären können, warum sie sich für gerade diesen Beruf und diesen Lehrbetrieb bewerben. «Ein Automechaniker, der kein Lieblingsauto hat, ist am falschen Platz», meinte Jakopp. Heikel sei die Frage nach den eigenen Schwächen. Hier empfehle es sich, eine unverfängliche Antwort bereitzuhalten. «Doch viel wichtiger als die Schwächen sind die Stärken.»

Zu Hause kann man trainieren

Während des Vorstellungsgesprächs sollten die Jugendlichen darauf achten, mit dem Personalverantwortlichen Augenkontakt zu halten. Der Händedruck solle fest sein und die Kleidung müsse zur Branche passen. Notizpapier und Schreibstift seien obligatorisch. Wichtig sei eine positive Ausstrahlung. «ihr dürft ruhig nervös sein, aber eine gute Vorbereitung verleiht euch Sicherheit», erklärte Jakopp. Die Jugendlichen hätten heute den Bonus der Jugend, später nicht mehr. «Schaut die Ratschläge fürs Vorstellungsgespräch nicht nur auf dem Papier an, sondern trainiert zu Hause.»

Nach dem Vorstellungsgespräch gilt es, das Angebot zu beurteilen. «Die Jugendlichen sollten sich gründlich überlegen, ob der Lehrbetrieb zu ihnen passt und ob sie sich in diesem Umfeld entfalten könnten. Ein kurzer Arbeitsweg darf nie den Ausschlag für die Annahme einer Lehrstelle geben. Viel wichtiger ist es, dass die Chemie im Lehrbetrieb stimmt», so Jakopp.

Persönliche Motivation

Um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, müsse das Bewerbungsschreiben fehlerfrei, lückenlos und der Motivationsbrief persönlich abgefasst sein. Serienbriefe würden nicht beachtet. Der Motivationsbrief sollte in einer Sprache geschrieben sein, die dem Alter der Jugendlichen entspreche, und dürfe nicht länger als eine Seite sein. Persönliche Beziehungen können bei der Lehrstellensuche genutzt werden.

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