Laufenburg

Grundbuchamt soll für 4,7 Millionen sanft renoviert werden

Aus der Schublade geholt: So sieht die Visualisierung der Siegerstudie aus dem Jahr 2009 aus. archiv

Aus der Schublade geholt: So sieht die Visualisierung der Siegerstudie aus dem Jahr 2009 aus. archiv

Der Stadtrat Laufenburg beantragt einen Projektierungskredit für das alte Grundbuchamt. Das ehemalige Waschhaus und das alte Feuerwehrmagazin sollen abgerissen werden. Der geschätzte Kostenpunkt: 4,7 Millionen Franken.

Armenhaus, Schulhaus, Grundbuchamt: Das Gebäude im Gebiet des Hinteren Wasen in Laufenburg, das als «altes Grundbuchamt» bekannt ist, hat bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nun soll ein weiteres Kapitel geschrieben werden. An der Gemeindeversammlung vom 29. November beantragt der Laufenburger Stadtrat einen Projektierungskredit in der Höhe von 390 000 Franken. Erarbeitet werden soll ein Projekt für Umbau, Sanierung und Neubau des alten Grundbuchamtes.

Der Gemeindeverband Oberes Fricktal hat beschlossen, seine bisher in Laufenburg und anderen Gemeinden bestehenden Büros und Institutionen an einem Ort zusammenzulegen. Betroffen sind: Kindes- und Erwachsenenschutzdienst, Jugend- und Familienberatung, Jugendpsychologischer Dienst und Mütter- und Väterberatung.

Studie von 2009 wird überarbeitet

«Wir haben vom Gemeindeverband eine Absichtserklärung, dass er rund 500 Quadratmeter an Räumen mieten will», erklärte der Laufenburger Bau-Stadtrat Carlo Alfano. Aus diesem Grund hat der Stadtrat die Siegerstudie aus dem Studienwettbewerb von 2009 wieder aus der Schublade geholt.

Diese Studie wird nun überarbeitet. «Wir wollen daran festhalten, dass das ehemalige Waschhaus und das alte Feuerwehrmagazin abgerissen werden und durch zwei unterschiedlich grosse Baukörper ersetzt werden soll», führt Alfano aus. Das alte Grundbuchamt soll sanft saniert werden.

Ersatzräumlichkeiten gesucht

Keinen Platz mehr haben dürfte im neuen Projekt der Mittagstisch. Man mache sich bereits Gedanken, wo dieser untergebracht werden könne, so Alfano. Und auch für die Ludothek und die Brockenstube müsse man wohl Ersatzräumlichkeiten finden, so Alfano. Alle Beteiligten seien in ersten Gesprächen orientiert worden, gleichzeitig habe man auch ihre Bedürfnisse erfragt. «Brockenstube und Ludothek machen sich derzeit Gedanken wo und in welcher Form der Betrieb weitergehen soll.»

Zu den Beteiligten gehören auch das Regionale Zivilstandsamt und die Bibliothek. «Der Stadtrat möchte diese beiden Institutionen im gemeindeeigenen Gebäude platzieren, um die Mietzinse in Fremdliegenschaften zu sparen», erklärt Carlo Alfano die Pläne der Behörde.

In den Gesprächen mit Vertretern dieser beiden Organisationen hat Alfano Verständnis für die finanziellen Gründe ausgemacht. Bedenken gebe es seitens der Bibliothek bezüglich Lage. «Verglichen mit dem XL-Zentrum ist das alte Grundbuchamt weniger optimal», so der Stadtrat.

Kostenschätzung: 4,7 Millionen

Eine erste Erarbeitung eines Raumprogrammes hat laut Alfano ergeben, dass die Institutionen des Gemeindeverbandes sowie Zivilstandsamt und Bibliothek Platz finden würden. «Dann wären die Gebäude proppenvoll», so Alfano.

Nun gelte es mit dem Projektierungskredit von 390 000 Franken, die Studie an die neuen Gegebenheiten anzupassen, das detaillierte Raumprogramm zu erarbeiten und die Kostenerhebung zu machen, erläutert der Stadtrat die weiteren Schritte. Ersten Schätzungen zufolge dürfte die Umsetzung des Projektes rund 4,7 Millionen Franken kosten. Der Stadtrat möchte bereits an der Sommergmeind 2014 den Baukredit vorlegen.

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