Fricktal
Grundbuchamt bleibt: Der Einsatz der Fricktaler Grossräte hat sich gelohnt

Im Fricktal herrscht Freude über die Parteigrenzen hinweg: Laufenburg bleibt nach dem Entscheid des Grossen Rates Standort eines Grundbuchamtes.

Marc Fischer
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Laufenburg behält sein Grundbuchamt. Ob es weiterhin im Gebäude des ehemaligen Hotels Roter Löwe (rechts) ansässig ist, werden Gespräch zeigen.

Laufenburg behält sein Grundbuchamt. Ob es weiterhin im Gebäude des ehemaligen Hotels Roter Löwe (rechts) ansässig ist, werden Gespräch zeigen.

Marc Fischer

Der Brief der Gemeindeammännervereinigungen der Bezirke Laufenburg und Rheinfelden und der Stadt Laufenburg sowie der Einsatz der Fricktaler Grossräte haben sich gelohnt. Der Grosse Rat hat gestern entschieden, dass es künftig vier Grundbuchamt-Standorte gibt.

Damit bleibt ein Grundbuchamt in Laufenburg (vgl. Seiten 24/25) «Das ist sehr erfreulich», so der Laufenburger Vizeammann Meinrad Schraner, «unsere Region hat gute Wachstumschancen und es ist wichtig, dass auch kantonale Ämter hier verbleiben.»

Grossräte setzten sich ein

Auch die Fricktaler Grossräte zeigten sich erfreut über den Entscheid. Sie hatten im Vorfeld und in der Debatte für die Variante mit den vier Standorten Baden, Wohlen, Zofingen und Laufenburg geworben. «Die regionalpolitischen Argumente haben überwogen», sind sich Elisabeth Burgener (SP), Gertrud Häseli (Grüne) und Adrian Ackermann (FDP) einig.

«Ich bin sehr froh», ergänzte Burgener und Häseli ist der Meinung, dass es ein «Entscheid in die richtige Richtung» sei, der auch eine gewisse Symbolik für das Fricktal und speziell für das obere Fricktal beinhalte.

Ackermann freute sich zudem auch über die Deutlichkeit des Entscheids. «108:24 ist gewaltig. Vor der Sitzung haben sich die Fricktaler FDP-Grossräte in der Fraktion für das Vierer-Modell eingesetzt und konnten eine Mehrheit hinter sich bringen. Offensichtlich ist das den Kollegen in den anderen Fraktionen ebenfalls gelungen.»

Im Hinblick auf die Debatte über die geplante Streichung der TNW-Subventionen sei die Abstimmung aber kein Stimmungsbarometer, so Elisabeth Burgener, «das sind getrennte Geschäfte – und das ist unsere nächste Herausforderung.»

Gespräche über den Standort

Nach dem Entscheid geht es nun darum, den geeigneten Standort in Laufenburg festzulegen. «Nun haben wir eine verlässliche Aussage und können uns voll und ganz auf die Standortwahl konzentrieren», so Vizeammann Schraner. Dies geschieht in Gesprächen mit dem Kanton. «Weiterhin ist der ‹Rote Löwe› eine Option», so Schraner, «es gibt aber auch weitere Varianten.»