Laufenburg

Grünes Licht für eine halbe Million Franken: Das Museum Schiff bleibt auf Kurs

So ist der neue Empfangsbereich geplant.

So ist der neue Empfangsbereich geplant.

Die Gemeindeversammlung Laufenburg gab am Freitagabend mit deutlicher Mehrheit grünes Licht für eine halbe Million Franken.

Das Votum für den Beitrag von 500000 Franken an das Museum Schiff fiel mit deutlicher Mehrheit aus, die Stimmenzähler mussten nicht tätig werden – anders als kurz davor, als René Leuenberger den Antrag stellte, die jährlich wiederkehrenden Beiträge an die Betriebskosten von 20000 Franken auf zehn Jahre zu deckeln, «dann sehen wir weiter.» Aber auch dieser Antrag wurde mit klarem Mehr angenommen. Kritische Worte am Umbau- und Sanierungsprojekt des Museumsvereins blieben weitgehend aus.

Einzig Peter Daniel äusserte Bedenken wegen der Baukosten. «Was ist, wenn sie höher werden, als budgetiert?», fragte er. Stadtammann Herbert Weiss erwiderte: «Wir haben Vertrauen, wie es berechnet worden ist. Aber es darf natürlich kein Basar sein – heute 50000, morgen 100000 Franken.» Da sei der Museumsverein gefordert, sagte Weiss.

Projektleiter Joe Schnetzler beruhigte: «Wir haben das seriös berechnet.» Worauf Weiss ergänzte, dass das Vorhaben im Prüfbericht eines Architekturbüros «positiv angekommen ist.» Den Bericht projizierte er an die Wand. Darin heisst es: «Wir betrachten das Projekt als eine gesamtheitliche Lösung bezüglich Bauprojekt und Betriebskonzept.»

Aber: «Ohne die massive finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand ist ein solches Projekt aufgrund seines lokalen Bezugs nicht möglich.» Dem Museumsverein seien die finanziellen Grenzen aufgezeigt. «Eine höhere Belastung ist nicht verantwortbar und die Projektleitung hat alles Notwendige zu unternehmen, damit der Kostenrahmen eingehalten wird.» Das Gutachten weist zudem darauf hin, dass das Museum «ohne das weitere ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder nicht zu betreiben ist.»

Insgesamt kostet die Sanierung 4,1 Mio. Franken

Die Sanierung des Museums Schiff soll insgesamt 4,1 Mio. Franken kosten. 1,6 Mio. Franken – 39 Prozent – sollen von der öffentlichen Hand kommen. Neben der Einwohnergemeinde soll die Ortsbürgergemeinde 850000 Franken beisteuern. Diese wird am heutigen Montagabend im Pfarreisaal Sulz dar­über befinden.

Das Traktandum «Museum Schiff» nahm viel Zeit in Anspruch. Die Abweichungen in der Diskussion im Vergleich zur Informationsveranstaltung eine Woche davor waren gering. Was, so sagte es die Laufenburgerin Elisabeth Hesse, «einen grossen Ermüdungsfaktor» hervorrief.

Zum Vergleich: Die vorherigen Traktanden waren trotz erheblich höherer Summen in Kürze verhandelt – unter anderem der Verpflichtungskredit über 640000 Franken für die Sanierung und Erweiterung des Kiosk in der Badi Laufenburg oder derjenige über 1,2 Mio. Franken für die Vorbereitungsarbeiten eines neues Entwässerungsplans. Diese sowie die anderen Traktanden wurden angenommen.

Neubau des Badi-Kiosks und der WC-Anlagen

Die 640000 Franken für den Schwimmbad-Kiosk rechtfertigte Gemeinderat Christian Rüede mit den derzeit «engen Verhältnissen.» Der bestehende Kiosk soll durch einen Neubau ersetzt werden, ebenso die WC-Anlagen. Vorgesehen ist ausserdem die Erweiterung der Terrasse inklusive Überdeckung. «Die Realisierung ist für 2020 vorgesehen», berichtete Rüede, «Ziel ist die Eröffnung mit der neuen Badesaison.»

Einer Kritik aus der Versammlung, man habe seit 2018 über eine Million Franken in die Badi investiert «und nun müsste man günstigere Varianten erarbeiten», entgegnete Rüede: «Man könnte einen Container hinstellen, der wäre sicher günstiger, aber wir hätten weitere Investitionen zu tätigen.»

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