Möhlin
Grosser Tischtennis-Sport: Im Fricktal gab es hochkarätige Wettkämpfe

Beim Raiffi-Cup dominieren die Chinesen – aber auch die Einheimischen feiern. Bei den Frauen war zwar die Beteiligung kleiner, aber trotzdem gab es auch hier Spiele auf National-Niveau.

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Zum bereits 18. Mal traf sich die Tischtennis-Elite der Schweiz am letzten Samstag in Möhlin zum Turnier um den Raiffi-Cup. Mit allein neun Spielern der höchsten Kategorie (A20) war das Teilnehmerfeld auch in diesem Jahr wieder hochkarätig. Das weckte natürlich die Hoffnung auf grossen Sport – und die anwesenden Zuschauer, Spieler und Betreuer wurden nicht enttäuscht.

Besonders spannend war dabei die Frage, ob der in Frankreich spielende Schweizer Lionel Weber sich gegen die starken Muttenzer Chinesen behaupten und seinen Titel vom letzten Jahr würde verteidigen können.

Treffen mit alten Bekannten

Tatsächlich spielte sich Weber bis ins Halbfinale durch. Auf dem Weg dorthin schlug er unter anderem seinen Nationalmannschaftskollegen und amtierenden Schweizer Meister Elia Schmid aus Muttenz. Im Halbfinale dann wartete sein ehemaliger Muttenzer Vereinskollege Jiashun Hu, der Rekordsieger des Raiffi-Cups.

In einem spannenden Spiel setzte sich Rekordsieger Hu schliesslich in sieben Sätzen durch. Er traf im Finale anschliessend auf seinen jüngeren Vereinskollegen Chengbowen Yang, ebenfalls ein Chinese.

Das Halbfinale gegen Lionel Weber hatte aber anscheinend zu viele Körner gekostet, sodass sich Hu klar in vier Sätzen geschlagen geben musste. Yang feierte damit seinen insgesamt fünften Erfolg am Raiffi-Cup. Nur noch ein Sieg und er kann mit seinem Finalgegner gleichziehen und zum Rekordhalter werden.

Den totalen Triumph der Chinesen verhinderten im Doppel David Pfabe und Haruki Miyamoto von Rapid Luzern. Sie schlugen das Team Hu/Yang überraschend in drei Sätzen.

Starke Herren, wenig Frauen

So stark das Elitefeld der Herren besetzt war, so gering war die Beteiligung bei den Damen. Unter anderem fehlte auch die Titelverteidigerin. Hier wurde in zwei Gruppen um die Halbfinals gespielt. Im Finale setzte sich schliesslich Tatana Svobodova aus Zofingen, die in der Gruppe noch gegen Lara Lampart aus Côte Peseux verloren hatte, mit 4:0 gegen die Schweizer Nationalspielerin Celine Reust von Rapid Luzern durch.

Der Sonntag gehört am Raiffi-Cup traditionell dem Breitensport. An diesem Tag werden die Kategorien Herren B2 bis E, Damen B/C/D sowie verschiedene Doppel ausgespielt. Ausserdem gibt es die Alterskategorie O40 sowie die Jugendkategorien U13, U15 und U18.

Während die oberen Klassen klar in Muttenzer Hand waren mit Siegen von Pascal Lam-Son Näff bei den Herren B2 und Pedro Ryu Osiro Shinohara bei den U18 sowie dem Doppel von Näff mit Peter Boder bei den Herren B/C, gab es in den unteren Klassen doch einige Überraschungen – beispielsweise von einem Neu-Möhliner. Der Sieg von Matthias Matko bei den Herren D kam eher unerwartet. Da konnten die Möhliner Damen nicht ganz mithalten. Immerhin: Jacqueline Trieu und Doris Schmid belegten beide den dritten Platz bei den Damen B/C/D. (az)